Archiv des Autors: Patrick Gasser

Zweimillionste Besucher(innen) kommen aus dem Pustertal

Das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus in Meran hat am Donnerstag den zweimillionsten Besucher seit seiner Eröffnung im Jahre 2003 begrüßt. Anna Galler und Anna Graf aus dem Pustertal freuten sich sehr über den prominenten Empfang im Schlosshof.

von links nach rechts: Landesrätin Sabina Kasslatter Mur, Anna Graf, Anna Galler, Bundesministerin Claudia Schmied, Vizedirektor Patrick Gasser, Museumsdirektor Paul Rösch

von links nach rechts: Landesrätin Sabina Kasslatter Mur, Anna Graf, Anna Galler, Bundesministerin Claudia Schmied, Vizedirektor Patrick Gasser, Museumsdirektor Paul Rösch

Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter Mur überraschte zusammen mit der österreichischen Bundesministerin Claudia Schmied Anna Graf aus Pfalzen und Anna Galler aus St. Lorenzen mit einem Blumenstrauß, einer Familien-Jahreskarte für die Südtiroler Museen sowie einer Tasche mit Publikationen des Touriseums.

Am Samstag, 21. September beteiligt sich das Touriseum an der Langen Nacht der Museen. Dieser Abend bietet die einmalige Gelegenheit Schloss Trauttmansdorff und das Touriseum bis Mitternacht zu besuchen. Der Eintritt ist ab 19 Uhr frei.

Foto: Touriseum/Simon Staffler

„Was um alles in der Welt machst du im Touriseum?“

Diese Frage bekam ich in den letzten Tagen vor Beginn meines Praktikums des Öfteren zu hören. Meine Freunde, Kollegen, Bekannten, Eltern, eigentlich alle wollten wissen was ich denn de facto im Landesmuseum für Tourismus in Meran tun würde. Meine saloppe aber ehrliche Antwort: „Keine Ahnung“. Und so kam es, dass ich am 9. Juli die Pforten des Tor Nr. 4 um 8.30 Uhr in der Früh passierte um mich ins Ungewisse zu stürzen. Naja, so ganz ungewiss war es ja doch nicht, ich hatte mich ja zuvor schon im Touriseum vorgestellt und kannte einige Angestellte. Dennoch hatte ich arbeitstechnisch keinen blassen Dunst was mich erwarten würde. So stand ich da im Aufzug auf dem Weg in den dritten Stock des Schlosses, dahin wo Touristen keinen Zugang haben und nur die Landesangestellten hindürfen. Empfangen wurde ich dann prompt von den lachenden Gesichtern meiner zukünftigen Arbeitskollegen und gutem (!) Kaffee. Der Direktor Paul Rösch meinte scherzend etwas später während meines Praktikums zu mir „wir haben zwar kein Geld, aber dafür einen guten Kaffee“. Da kann ich ihm nicht widersprechen (und wer weiß ob Zweiteres in manchen Lebenssituationen nicht wichtiger ist als Ersteres?!). Das Einleben in die neuen Arbeitsrhythmen fiel mir nicht schwer, auch deshalb nicht, weil ich jeden Morgen von meinem Fenster im Büro aus direkt den ganzen botanischen Garten überblicken konnte. Während so mancher Angestellter anderswo in seinem Glaskäfig vor sich hin schwitzt, hatte ich in der Früh immer ein kühles und luftiges Büro (das eigentlich mehr einer Bibliothek ähnelt) und den ganzen Tag lang ein erfrischendes Dasein. Die Rahmenbedingungen für meine drei Monate als Praktikant waren also schon mal top. Zurück zur anfänglichen Fragestellung: Was ich denn nun mache? Um es mit den Worten meines Tutors zu formulieren: Alles ein bisschen. Das ist keineswegs gelogen! Um es im „Shopping-List“-Stil aufzuzählen: Ich nehme an Sitzungen teil, kann mich auf kreative Art und Weise einbringen, habe Recherchen und Katalogisierungen zu tätigen, Archivarbeit, Übersetzungen, Öffentlichkeitsarbeit, Nachforschungen, Betreuung der Online-Plattformen, betreibe Beratung und Verbesserungsvorschläge…und ich bin erst seit eineinhalb Monaten hier. Wer weiß was alles noch kommen wird! Bis dato gefällt mir mein Praktikum sehr gut und ich schätze es sehr, dass ich eigenständig arbeiten und mich einbringen kann. Auch herrscht im Büro eine enorme Flexibilität, welche ich sehr genieße und mir für meine zukünftigen Arbeitsstellen wünsche. Was ich aber am meisten an diesem Praktikum in Ehren halte ist der Fakt, dass ich jede Menge über meine Heimatstadt Meran dazulerne und (wieder-)entdecke. Alte Gebäude, Gesellschaften, längst vergessene Veranstaltungen & Events, vergangene Persönlichkeiten und ein Überfluss an Geschichts- und Tourismuskultur werden mir auf interessante und erfrischende Art und Weise beigebracht.
Was will man als wissensdurstiger Praktikant mehr?
Simon Staffler, Meran

Willkommen zurück!

Aufgepasst: Das Touriseum startet eine neue Aktion!
Zum 10-jährigen Jubiläum ist es unser Anliegen zur Abwechslung unsere BesucherInnen in den Mittelpunkt zu stellen. In den vergangenen Jahren sind viele Menschen aus Nah und Fern durch unser Schloss gewandert und haben sicherlich den einen oder anderen Eindruck mitnehmen können. Aber nicht nur. Was ist (mittlerweile) das typischte Accessoire eines modernen Touristen? Richtig, seine Digitalkamera. Jeder möchte gerne Fotos aus dem Urlaub mit nach Hause nehmen um in einem zweiten Moment eine tolle Erinnerung an seinen Aufenthalt zu haben. Wir sind uns sicher, dass in 10 Jahren Touriseum eine Menge Fotos von unseren Besuchern entstanden sind und genau jene suchen wir jetzt! [singlepic id=104 w=320 h=240 float=]
Haben SIE Fotos von sich selbst vor/im/um das Touriseum. Ja? Dann schicken sie es uns doch zu! Wir verewigen SIE in unserem Museum. Mit der Aktion „Willkommen zurück“ wollen wir unseren Besuchern mehr Raum im Museum geben indem wir eine große Foto-Collage mit Besucherfotos aus den vergangenen Jahren im Eingangsbereich gestalten! Also, machen Sie mit und seien SIE einmal Teil eines Museums!
Die Fotos können uns via Mail unter touri@touriseum.it zugeschickt oder auf unsere Facebook – Seite gepostet oder als Privatnachricht versendet werden.

Wir vom Touriseum sind schon sehr gespannt auf die vielen Eindrücke!

„Man hat uns erkannt, wie machen die das?“

Wer vom Eingangsgebäude über die Brücke auf den Schlosshügel zugeht, kommt an den Statuen eines Gastwirtepaares vorbei. Das Paar soll ins Touriseum locken und lässt einige für die Südtiroler Hotellerie typische Begrüßungsformeln hören – ausgelöst von einem Bewegungsmelder. An einem Nachmittag gehen zwei ältere italienische Damen daran vorbei, ineinander eingehakt.
„Oh, chi si rivede“ (Oh, wen man da wieder sieht!) ertönt es aus dem Lautsprecher. Sagt eine der beiden Damen erstaunt: „Man hat uns erkannt, wie machen die das?“ Antwortet die andere mit ernstem Gesicht: „Wir sind hier heute früh schon mal vorbeigekommen.“

138.000 Gästebucheinträge

Ein automatisches Zählwerk im Museumsparcours registriert seit der Eröffnung 2003 alle unsere Gäste. Seit 2007 können diese auf einem Fragebogen ihre positiven und negativen Eindrücke vermerken. An die 1.000 gültige Fragebögen kommen so jährlich zusammen. Am Ende der Saison werten wir diese dann aus. Zusammen mit den Einträgen in unseren Gästebüchern – knapp 138.000 in 10 Jahren – sowie den persönlichen Rückmeldungen der Besucher an unserer Rezeption bekommen wir einen guten Einblick in die Herkunft unserer Gäste, in ihre Wünsche und Ansprüche.

Südtiroler Tourismus im Wandel

Das Touriseum ist jetzt zehn Jahre alt. Seit seiner Eröffnung 2003 hat sich das Urlaubsverhalten stark verändert. Internet und Smartphones haben unsere Sicht auf die Welt revolutioniert. Unsere Ansprüche an das Leben und seine freie Zeit sind gestiegen. Zugleich aber sind Klimawandel und die Folgen der Mobilität so deutlich zu erkennen wie nie zuvor. Unsere diesjährige Sonderausstellung Urlaub_vacanze 2.0 zeigt einige dieser Veränderungen im Urlaubsland Südtirol auf. Sie zeigt auch, wie die Branche darauf reagiert oder sie sogar bewirkt. Und wir deuten in elf Trends an, wohin die Reise gehen könnte.