Junge Leute mit Koffer

Valigia_Bagna

von Nicola Bagna

Es ist Dezember 2019, und ich sehe die Dolomiten zum ersten Mal. Ein Berg überragt Corvara, der Sassongher. Weit entfernt, von Wolken umhüllt. Und vor allem einsam. Auf der anderen Seite der Col Alt. Weniger steil, auf seine Weise sanfter. Das Erste, was mir in den Sinn kommt, ist der Schnee. Aber vergessen wir die Kurven nicht: auf dem Weg nach Corvara gibt es viele Serpentinen, die hinaufklimmen, sich emporranken, sich wie ein Würmchen winden, das ein Blatt gefunden hat. Sie schaukeln glatt und holprig, wild und unsicher. Sie sind meine erste Begegnung mit den Dolomiten.
Corvara ist kalt; ich spüre die Höhe. Ich fühle mich kurzatmig, und ein wenig betäubt. Ich suche das Hotel La Perla. Ich trage einen großen Koffer mit mir.
Der Koffer. Wir sind die jungen Leute mit Koffer. Man nennt uns auf unterschiedliche Weise; meine Freunde zu Hause sagen „Saisonarbeiter”, für meine Mutter arbeite ich „Stück für Stück über das Jahr”. Niemand begreift jedoch die Entscheidung, jemand „mit Koffer” zu sein. Ich wollte schon immer im Gastgewerbe arbeiten; ich habe mir diesen Beruf immer gewünscht. Ich habe den Koffer gepackt, und jedes Mal, wenn ein Stück des Jahres verflogen ist, ist der Koffer voller geworden.
Die Berge. Die Berge und ihre merkwürdige Gegenwart. Ich schaue um mich und sehe Gipfel, schneebedeckte Spitzen. Sie sind schön wie das Leben; sie wirken hart und rau wie das Leben selbst. Ich höre die Leute sprechen. Ich verstehe sie nicht; es ist merkwürdig, eine Sprache zu hören und nichts zu verstehen. Ladinisch klingt faszinierend, geschichtsträchtig und gehört zum Alltag, denn es wird hier in den Tälern gelehrt und gesprochen. Es ist Identität, Leben, Kultur. Ich habe es mit anderen Dingen zusammen in den Koffer gelegt.
Bei der Arbeit begegne ich vielen Menschen. Viele sind Kollegen und teilen meine Abenteuer in diesem außergewöhnlichen Beruf des Gastgewerbes. Nein, ich spreche nicht von Tourismus! Es geht um Gastlichkeit; ich begrüße die Menschen, die im Haus eintreffen, ich kümmere mich um sie und darum, dass es ihnen wirklich gut geht! Sie sind nicht einfach Touristen für mich. Ich lerne viel von den Gästen und von den Personen in meiner Umgebung. Da gibt es Lebensgeschichten, die ganze Bücher kaum zu fassen vermögen: jede anders, alle verrückt, alle seltsam, keine unbedeutend. Ich hebe sie alle in meinem Koffer auf.
Manchmal flößen die Dolomiten mir Furcht ein, denn ich spüre, dass sie eine Seele haben. Sie scheinen mir Lebewesen und nicht bloß Steine zu sein. Ich begreife nun den Respekt und den Stolz der Talbewohner darauf, Ladiner zu sein.
Denn während das Meer vielen gehört und die Erde allen, so können doch nur wenige auf ein solch enges Verhältnis zu einer so schwierigen und zugleich so schönen Natur verweisen. Wenige haben eine so innige Bindung zu einer Welt, die einzigartig ist und zwangsläufig großen Einfluss auf sie ausübt.
Corvara hat mich wie ein neues Zuhause aufgenommen, mich und meinen Koffer voller „Stücke“ aus früheren Jahren. Casa La Perla ist eine Geschichte des Lebens, nicht nur jene einer Familie, die Gäste aufnimmt, sondern auch einer Familie aus zahllosen Mitarbeitern. Wir sind fast hundert, und fast alle haben wir einen Koffer. Freundschaften entstehen, auch Liebe, Ehen und Kinder. Da sind Freunde, und Freunde, die Brüder sind. Alle mit einem Koffer in unserer Unterkunft. Jeder schenkt den anderen ein Stück seiner selbst.
Ein Jahr ist vergangen; mein Koffer wird immer voller, aber ich habe noch viel Platz.

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Eine Begleitaktion zur Sonderausstellung „Packen, tragen, rollen – Reisegepäck im Wandel der Zeit“ (2021)

Meine erste Reise von Schlanders nach Bozen

Koffer_Schuster

von Johanna Schuster Luther

Ich fuhr als 13-Jährige im Jahre 1947 mit dem Zug von Schlanders nach Bozen, um bei meiner Großtante für drei Jahre zu wohnen.

Ich durfte die damalige Handelsschule in der Weggensteinstraße besuchen. Einen mittelgroßen eher etwas älteren Koffer voll Kleidungsstücke und Unterwäsche trug ich mit mir. Johanna_Schuster_LutherDaheim beim Packen weinte ich ab und zu, weil mir der Koffer zu alt und zu schadhaft vorkam.

Der Koffer blieb während der ganzen Fahrt zwischen meinen Beinen. Als ich am Bahnhof in Bozen ausstieg, befand ich mich im Nu unter einer Menschenmenge, die hastig zum Ausgang drängte und mich, ohne es zu wollen, mitschob.

Als ich mich im Freien befand, auf den Stufen am Bahnhofsplatz, hielt ich inne, da mir die Stadt fremd war. Ich stellte meinen Koffer auf den Boden. Meine Großtante hatte mir versprochen mich abzuholen. Ich konnte sie nicht sehen, da sie beim Hauptausgang auf mich wartete. Ich ließ meinen Koffer auf den Stufen stehen und ging die Tante suchen.

Als ich sie endlich entdeckte, lief ich mit Freude zu ihr, um sie zu umarmen. „Wo hast du dein Gepäck“ fragte sie mich. „Mein Koffer steht auf den Stufen beim Haupteingang“ antwortete ich. „Ja Kindele hol ihn schnell sonst wird er von jemanden mitgenommen, sagte sie.

Doch mein Koffer stand noch immer auf demselben Platz. Er war wohl zu schäbig, als dass man ihn für begehrenswert hielt.

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Koffer. Ab initiis

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von Leo Andergassen

Ja, der Koffer. In meiner früheren Kindheit pflegte ich die stabilitas loci, diese braucht bekanntlich keinen Koffer, kein Behelfsmittel zum Transfer heimatlicher Lebensusancen. Das Leben spielte sich im Triangel ab, schlafen, essen, spielen, Reihenfolge austauschbar, wie manches andere auch. Eine Bananentasche genügte. Nun auf eine Reise kann man ohne Koffer nicht. Den gab es bei mir relativ spät, mit Sieben. Es war keine Reise um des Reisens Willen, es sollte keine Tour de force sein, nur ein biederer Verwandtenbesuch im ferneren Österreich. Nun sind derlei Abstrakta wie Österreich für eine Kinderseele nicht begreifbar. Österreich ist nicht rund wie ein Ball, bemessen wie eine Sandkiste. Österreich sprengte alles bisher erlebte, denn es brauchte dazu auch die Eisenbahn. Und an des Koffers Seite gab es bei mir auch eine der ersten Lebensängste: In den Tunnels vor Innsbruck war die Rede vom Entgleisen. Das ist existenziell, mit dem fahrbaren Haus entgleisen, mit dem Koffer ins Verderben fahren. Nein, insgeheim ließ ich es nicht zu. Der braune Koffer, aus gepresster Pappe mit einem stoffimitierenden Futter, silbrig erscheinenden Chromschließen, war das Habitaculum meiner Habseligkeiten. Die Vorstellung, wo man denn wohne, ist für Kinderseelen einerlei, man kann unter einem Tisch hausen, im Kastenversteck, ansonsten hinter tausend Wänden. Auch im Koffer? Kindermental ja. Der Koffer ist ja die Heimatgarantie in der Ferne. Mit dem Koffer Leo_Andergassenverbindet mich mein erster Ausweis, mit SW-Bild. Meine Mutter beharrte auf dem Begriff, es handle sich dabei um eine Legitimation, man legitimiere sich durch das gestempelte Bild, und dem Namenszug, den ich sowohl zu schreiben als auch zu lesen vermochte. Nun Mutter fuhr nicht mit, ich war mit meinem Onkel unterwegs. In Graz angekommen, konnte ich die einzelnen Stationen Namen aufsagen. Keine Meisterleistung, die wahre Leistung begann erst, als ich den Koffer, meinen Koffer, vom Bahnhof in Schwanberg zu einem Häuschen tragen musste, in dem das Verwandtenquartier lag, hier hauste die Schwester meiner Großmutter, die zu Unseligen Zeiten der Option sich für ein Deutschtum in Armut, Armseligkeit und Mannesabhängigkeit entschieden hatte. Ja, diese nächtliche Strapaze mit dem Koffer ist mir in Erinnerung geblieben. Das Neonlicht am Bahnhof. So stelle ich mir immer noch Kriegszustände vor. Den Koffer, den muss man schaffen, daran fährt kein Weg vorbei, und kein langer Weg wird ohne Koffer bewältigt. Nun ich weiß gar nicht mehr, ob mein frühstes Reiseutensil mich schon Wochen zuvor nach Cesenatico begleitet hatte. Aber das Meererlebnis wird hier zugunsten einer doch längeren Reise und eines Nachweises eingetauscht, historische Mogeleien inkludiert. Oder war er auch schon in Plancios/Palmschoss dabei, in einer für mich aus dem geländegängigen Flachland stammenden doch hochwäldlerisch anmutenden Gesteige, wo, wie mir damals schon vorkam, der Begriff der Palme keineswegs angebracht war? Der Koffer begleitete mich weiterhin, es waren Stepps, Kurzaufenthalte, dann wurden es Sommer bei Beherbergungsfamilien. Selbst im Trubel einer behüteten, ja beengten Welt gab es den Hauch von Reise und Weite. Ohne den Koffer klarerweise nie. Deshalb ist er in der mir eingegrabenen Materialanhänglichkeit zur Chiffre des Aufbruchs geworden. Nicht das Ziel war entscheidend, sondern allein, so würde es vielleicht Montaigne sagen, die Steinwurfstrecke, die so weit reicht, dass man den eigenen Kirchturm nicht mehr sehen kann. Der Koffer wird zum Instrumentar einer Welt, die man öffnen, aber auch zusperren und verschlüsseln kann. Dass derlei Gedanken einem nachhängen, immer noch, leistet immer noch die vergängliche Materialität eines Behelfs.

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Papas Koffer

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von Markus Westphal

Er steht immer da, neben der Schlafzimmertür. Wohl seit ich vor drei Jahren in die Wohnung eingezogen bin. Eine Rolle mit goldenem Schleifenband, für Geschenkpakete, liegt auf ihm. Muss sie irgendwann dort hingelegt haben. Papas Koffer. Berlin. Dorthin sollte er mich begleiten. „Nach Berlin geht man nicht, nach Berlin wird man gerufen.“, sagen die alten Schauspieler. Ehrlich gesagt, ich weiß gar nicht, ob es Papas Koffer ist. Ich habe meine Mutter irgendwann gefragt, ob Sie einen Koffer hätte und sie gab mir diesen. Jedenfalls sind wir irgendwie verbunden. Mein Vater, der aus Berlin stammte, der Koffer, die Stadt selbst und ich… durch ein goldenes Band. Wenn ich so drüber nachdenke, scheint es mir, wie der Bausatz eines irgendwann zu packenden Geschenkes, das ich mir wünsche. Oder wünschte? Wenn ich die Wohnung fege, sehe ich ihn und erinnere mich, warum er dort steht. Immer griffbereit. Für den Fall, dass der Anruf kommt. Aber er kommt nicht. Er wird nicht kommen. Wir sind gefangen. Wir können nicht weg. Gebunden durch ein goldenes Band. An diese Wohnung, dieses Dorf, dieses Land. – Unser Exil. Fern ab vom Kolosseum – Dazu verdammt vor der Tür zu stehen und zu warten. Worauf?
Er löst sich langsam auf. In viele Städte hat er mich begleitet. Sein hellbraunes Leder wird spröde. Ein Verschluss ist eingerissen. Im Inneren hat sich die rotweißkarierte Verschalung gelöst. Ob wir die Reise noch schaffen würden? Wir sind alt geworden. Fast meine ganzen Dreißiger habe ich dem Glanz der großen Häuser geopfert. Andere haben Familien gegründet. Häuser gebaut. Fürs Alter vorgesorgt. Mein Koffer und ich haben Regisseure abgeklappert. Gesucht. Geträumt. Gehofft. Auf ein Haus, dass uns interessiert, eine Gruppe zu der wir passen, auf Geschichten die es wert sind, erzählt zu werden. Wir sind müde geworden. „Die Zeit ist fast vertan.“, ruft der Tod den Jedermann. Beten wir den falschen Gott an? Wie das Auge von Mordor, strahlt der sich drehende Kreis durch den Nebel, hoch oben, auf dem Dach des Theaters am Schiffbauerdamm, mit seinen magisch erleuchteten Buchstaben. – Ich kann das BE nicht loslassen. Ich bin es uns schuldig. „Du machst das schon.“, sagte mein Vater immer. Ich bin mir nicht mehr sicher. Vor einiger Zeit stand ich an seinem Grab. „Was soll ich jetzt tun?“, fragte ich ihn. In diesem Augenblick flog ein Vogel vorbei… knapp über der Erde. War das seine Antwort? Sei frei?
Was sagst Du, Koffer? Willst du noch einmal gepackt werden? Noch einmal mit ihnen reden? „Aber nicht in diesem Zustand. So runtergekommen wie du bist, kann ich dich nicht mitnehmen.“, sagt der Koffer. „Du siehst auch nicht besser aus.“, antworte ich ihm „Ja, und an wem liegt das?“, „Ist schon gut, ich hab’s verstanden. Also… was machen wir jetzt?“
„Hör auf zu Saufen und zu Fressen und mit du weißt schon was. Ruf deine alte Sprecherzieherin an und bitte sie um Fernstunden.“, „Erledigt.“, „Gut. Geh laufen und wandern, mach deine Gymnastikübungen und werde fit. Vergiss allen Schnickschnack bei deinen Projekten. Fokussiere dich auf Text, Figur und Inhalt. Produziere im kommenden Jahr drei Monologe, mit unterschiedlichen Figuren und lass sie aufzeichnen, für die Bewerbung. Besorg dir einen neuen Anzug, neue Schuhe. Pflanze mindestens einen Baum, richte den Garten in groben Zügen her und am wichtigsten: Sei gut zu deiner Mutter, dann leg ich an höherer Stelle ein Wort für dich ein. Mach alles gleichzeitig und so chaotisch wie du eben bist, wie du’s in den Küchen gelernt hast, nur übernimm dich nicht. Tue zuerst nur das Nötige, dann das Mögliche und dann, das Unmögliche. Kümmere dich um Haus und Hof und reife für die große Bühne. In einem Satz: Werde ein Mann. Und ich werde das machen, was ich schon seit Jahren mache, darauf warten, das du soweit bist…“, „Ist gut Papa, ich meine, Koffer…“, „Und komm mich öfters mal besuchen…“, „Versprochen…“

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Ich packe meinen Koffer

von Carmen Schymalla – Seidner

Ich packe meinen Koffer und nehme mit … meinen Föhn, ohne den fahr ich nirgendwohin.

Ich packe also meinen Koffer für die nächste Auszeit. Kein Thema, ich bin strukturiert und weiß was ich mitnehmen will und werde.

Doch wo packe ich mein ganzes Zeug rein? Schon wieder in die schäbige Reisetasche mit dem Werbeslogan der Bank drauf? Und dann mit dem hässlichen Teil ins Hotel? Wie sieht denn das aus?

Armselig, schließlich handelt es sich um ein Hotel der Luxusklasse.

Aber was soll ich machen? Etwas Anderes steht jetzt auf die Schnelle nicht zur Verfügung, außer dem riesigen, giftgelben Hartschalenkoffer auf dem Dachboden. Allerdings, der ist erstens viel zu groß und zweitens, auch schäbig.

Es hilft nichts, die fürchterliche Reisetasche ist ausreichend für den Inhalt.

Und während ich nun meine Kleidung, Wäsche, ach ja, der Schmuck zum Lieblingskleid darf ja auch nicht fehlen, und schließlich meinen Föhn in das längst ausrangierungsbedürftige Teil verstaue, ärgere ich mich zum gefühlt tausendsten Mal darüber, dass ich es immer noch nicht geschafft habe, mir einen schönen neuen Koffer zu kaufen.

Mit meinem letzten zusammengekratzten Selbstbewusstsein checke ich also samt der verhassten alten Werbetasche im Nobelhotel ein und tue so, als ob eine Frau von Welt sich schließlich nicht über ihre Gepäcksstücke definieren muss.

Understatement ist die Devise, auf die ich in meiner Not baue. Die merkwürdig mitleidigen Blicke der Rezeptionistin versuche ich tapfer zu ignorieren. Wenn ich ehrlich bin, es ist ein Graus.

Endlich im Zimmer packe ich mein Zeug samt Föhn aus der Tasche, dabei glotzt mich der Werbeaufdruck herausfordernd an und mein Mann muss sich zum gefühlt tausendsten Mal meinen Frust über das leidige Plastikteil anhören, bevor ich es schließlich in die letzte Ecke des Schrankes verbanne, wo ich es nicht mehr sehen muss.

Schymalla_Seidner_KofferDas ist nun schon ein Weilchen her und wisst ihr was?

Inzwischen bin ich stolze Besitzerin eines wirklich schicken neuen Koffers, aus edlem Material mit etwas feinem Leder und vor allem das Emblem lässt ein wenig Luxus vermuten.

Es ist ein Geschenk meines werten Göttergatten, der sich damit vor allen Dingen selbst einen Gefallen getan hat, hat er sich doch schließlich und zu guter Letzt von meinem ständigen Lamentieren über verabscheuungswürdige Reisetaschen erlöst.

Mit dem eleganten Stück kann ich nun endlich „angemessen“ in jedem noch so noblen Hotel unauffällig einchecken.

Aber HALT. Unauffällig? – Will ich das? – Egal.

Ich liebe meinen neuen Koffer. – Die nächste Reise kann kommen …

 

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Ich heiße Trolley

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von Judith Paone

Liebe Freunde und liebe Reisende!

Ich heiße Trolley und habe ein ganz tolles Leben: meine Hauptaufgabe ist das Reisen.

Mit meiner lieben Freundin Judith habe ich schon sehr viele Orte gesehen und bin mit ihr durch Europa gereist.

Sie hat mich sehr lieb, denn sie füllt mich immer nur mit den wichtigsten Sachen zum Reisen: einem Schlafanzug, einem Beauty Case und etwas Wäsche zum Wechseln. So wiege ich nicht zu viel und kann überall mitreisen.

Leider passierte es oft so, dass bei der Ankunft im Hotel meine Aufgabe erfüllt war und ich einfach dort gelassen wurde.

Ich möchte aber auch die schönen Städte und Orte besichtigen. So begann ich ganz fest zu beten, dass mich Judith überall mitnehmen solle…. Und es geschah!!

Nach unserer langen, Corona bedingten Ruhepause, starteten wir Anfang Juni 2020 endlich wieder gemeinsam: und zwar nach Rom!

Rom war so wunderschön wie noch nie: alles sehr sauber, wenig Leute, viel Ruhe und ich konnte mir das Kolosseum, den „Vittoriano“ und die „Fori imperiali“ aus meiner Augenhöhe anschauen, denn es waren keine Leute vorhanden. Ein echt tolles Erlebnis, das ich noch nie hatte.

Sobald wir im Hotel angekommen waren, hat mich Judith ausgepackt und weggeräumt, denn sie ging duschen und Abendessen. Ich wartete traurig, dass sich mein Gebet erfülle und ich mit ihr durch die Stadt spazieren dürfe….

Am nächsten Morgen geschah das Wunder: Judith nahm mich leerer mit!! Ich war sprachlos: wie ist das möglich? Ich war ja leer? Welche Funktion hatte ich? Wurden meine Gebete einfach erhört?

Wir starteten gemeinsam durch die Straßen Roms, besichtigten gemeinsam das wunderschöne Pantheon, den riesigen Navona Platz, die berühmte Fontana di Trevi und kamen endlich zum „Quirinale“. Dort besichtigte Judith die Ausstellung von Raffael Sanzio und nach 2 Stunden Wartezeit wurde ich wieder abgeholt und mit Katalogen der Ausstellung gefüllt. Aha: also wurde ich für die Kunst und Kultur benötigt: das ist ja ganz toll!

Anschließend schlenderten wir zur einmaligen Piazza di Spagna und saßen an der „Fontana della Barcaccia“, wo Judith aus dem Reisebuch las, dass Bernini dort ein hydraulisches Wunder bewirkte: es gab an diesem Ort zu wenig Wasserdruck und so konnte man keinen Springbrunnen erbauen, wie Papst Urban VIII angeordnet hatte. Nach einer Hochwasserkatastrophe im Jahre 1598 wurde der Platz überschwemmt und ein Boot strandete hier. Bernini nahm diese Katastrophe als Idee auf und errichtete eine Barkasse, ein Boot als Brunnen, welches unter der Platzhöhe errichtet wurde und somit den schwachen Wasserdruck in einen herrlichen Springbrunnen verwandelte.

Ich war von den historischen Geschichten dieser Stadt so begeistert, dass ich nicht mehr nach Hause wollte. Wir besichtigten noch die Villa Borghese und deren Park, wo ich als Polster für eine Ruhepause dienen durfte. Nach vier Tagen kultureller Entdeckungen, mussten wir wieder nach Hause reisen.

Zu Hause wurde ich ausgepackt, gesäubert und gewaschen, damit ich für die nächste Reise nach Abruzzen und Molise bereit war.

Von Juni bis Oktober 2020 habe ich die Region Molise, die Marchen, Abruzzen, Latium und die schöne Stadt Siena besichtigt: es war überall sehr schön und ich konnte viele interessante Sehenswürdigkeiten, sowie die Herrlichkeit der harmonischen Landschaften mit ihrer reinen Natur genießen!

Nun bin ich im Winterschlaf und warte geduldig, dass diese Corona Pandemie zu Ende geht, damit ich ab Mai 2021 mit meiner Freundin Judith wieder durch die Welt reisen kann.

Ich plane schon eifrig unsere nächsten Reisen in interessante Ortschaften und Kulturstätten und freue mich schon sehr darauf! Darüber erzähle ich euch aber bei der nächsten Gelegenheit.

Wünsche euch inzwischen viel Unternehmungsgeist, Gesundheit und interessante Reisepläne!

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Mein himmelblauer Koffer

von Karlies Gottardi

Nachdem ich viele Jahre mit zu viel Gepäck in Zügen Fliegern und Autos gereist bin habe ich mich entschlossen mir ein Koffer zu kaufen, der die perfekten Handgepäckmaße besitzt, zudem noch schön (himmelblau) und wie der Name schon sagt, handlich ist .

Meine erste Reise mit dem neuen Stück ging von Frankfurt nach Halifax um mir einen meiner langersehnten Träume zu erfüllen nämlich die Kanadischen Atlantikprovinzen mit dem Auto zu bereisen.

In Frankfurt am Flughafen musste ich dann feststellen, dass ich mein inzwischen schon so heißgeliebtes Köfferchen nicht als Handgepäck aufgeben konnte da das Gewicht, vorgesehen für Handgepäck knappe 1kg überschritten hatte! Was für eine Riesenenttäuschung mich so schnell schon wieder von meinem Koffer zu trennen. Da ging er nun dahin auf dem Band des Check-in Schalters!

Entspannter Flug nach Halifax und warten am Gepäckband. Es warteten immer weniger Menschen und zum Schluss stand ich alleine da und kein himmelblauer Koffer erschien auf dem Band!!

Der kleine Koffer ist in Frankfurt geblieben, er war definitiv nicht dazu bestimmt im Bauch der großen Air Canada Maschine zu reisen! Nach der Vermisstenmeldung und dem  Ausfüllen sämtlicher Dokumente und der ehrlichen Beantwortungen aller Fragen, auch der ob ich wohl ein „Rifle“,Gewehr ,in meinem Koffer hätte, holte ich meinen Mietwagen ab und machte mich auf den Weg zu meinem Hotel in Halifax auch mit dem Versprechen der Fluggesellschaft, dass der Koffer mit der nächsten Maschine käme und mir ins Hotel, indem ich zwei Nächte gebucht hatte, gebracht würde.

Nach  zwei Tagen war von meinem Koffer nichts zu sehen und auch nach nochmaligem telefonieren mit der Fluggesellschaft und weiterer Fragen ob sich nicht doch vielleicht Waffen oder Drogen darin verstecken würden fuhr ich weiter über Peggys Cove Übernachtung kein Koffer- Mahone Bay Übernachtung kein Koffer- und so langsam gewöhnte ich mich daran, am Abend mein Shirt und die Unterwäsche zu waschen und überlegte mir dabei, warum um alles in der Welt mein Koffer das eine Kilo überschritten hatte.

Der nächste Tag führte mich nach Lunenburg in ein entzückendes Bed and Breakfast mit traumhaftem Blick auf den Atlantik. Kaum war ich in meinem Zimmer als die Vermieterin mich rief um mir mitzuteilen, dass soeben ein Köfferchen für mich abgegeben wurde. Da stand er nun mein himmelblauer Koffer und obendrauf saß ein schwarzer kleiner Bär umgebunden war ihm ein Halstuch mit dem Logo der Air Canada und einem Entschuldigungsschreiben.

Alle meine künftigen Reisen habe ich mit dem himmelblauen Koffer gemacht und nie mehr hat er die 6 kg überschritten im Gegenteil er leidet jedes Mal an Untergewicht und mit zunehmendem Alter und Reiseerfahrung habe ich gelernt mit wie wenig Gepäck man in den Ferien auskommt.

Mein himmelblauer Koffer ist nach wie vor mein Reisebegleiter steht unter meinem Bett und wartet sehnsüchtig darauf wieder hervorgeholt zu werden.

 

 

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Koffern

von Martina Theiner

Martina Theiner hört in ihrem Pflegeberuf sehr viele Lebensgeschichten älterer Menschen. Auch der alte Koffer in ihrem Keller hat so einiges zu erzählen.

Koffer_TheinerEigentlich bin ich ein toller Typ, nicht zu groß und nicht zu klein, nicht zu dick und nicht zu dünn, anpassungsfähig und für vieles zu gebrauchen, jederzeit bin ich zum Koffern bereit. Nach außen hin wirke ich etwas kleinkariert, denn mein solider moosgrüner Grundton wird von aufgesetzten dottergelben Karos aufgelockert. Ja, ich habe Ecken und Kanten, wer hat die nicht? Aber, meine sind mit robustem Leder eingefasst und abgestumpft! Keiner kann sich an mir stoßen. Auf meinen, mit braunem, weichem Leder eingefassten Handgriff bin ich besonders stolz. Stabil und handfest ist er jederzeit und für jedermann griffbereit. Ja, ich bin ein teures Stück und bin mir meiner edlen Qualität wohl bewusst.
Nichts desto trotz bin ich reiselustig, neugierig auf Neues und allzeit bereit zu neuen Ufern los zu koffern und alles hinter mir zu lassen.

Das Äußerliche, ist für mich das Wesentliche denn ich bin das Äußerliche das Eingekoffertes zusammenhält und unsichtbar macht. Das Äußerliche das Vorstellungen schafft und Eindrücke hinterlässt, das neugierig auf das Eingekofferte macht, und darüber keine Grenzen setzt.
Wer mich aufkoffert, findet Platz für viele annehmliche Dinge, die an einem fremden Ort unabkömmlich sind!
Ich muss offen sein um loszukoffern, offen und bereit alles einzukoffern, das auf mich zukommt. Dabei kann ich es mir nicht aussuchen, eingekoffert ist eingekoffert.
Mit was ich immer alles zugekoffert werde! Da ist Freude auf eine bevorstehende Reise, da ist Ungewissheit bei einem Umzug, oder Angst vor einem Spitalsaufenthalt.
Während man am Ziel einer Reise die annehmlichen Dinge, ohne Probleme auskoffert, bleiben die Eindrücke, die Gefühle und die Erinnerungen bei mir eingekoffert, sie lassen sich nicht auskoffern und es ist ein Glück, dass sie keine Kubatur meines Innenraums  beanspruchen, denn unermesslich ist diese nicht.
Letzten Endes kommt es dann doch auf den Inhalt an, auf die inneren Werte und deshalb stellt sich mir die Frage was braucht es wirklich, um gut durchs Leben zu koffern?
Mich vollzukoffern, bis sich mein selbstaufspringender Klick Klack Verschluss aus feinsten Messing nicht mehr schließen lässt, kann es doch nicht sein oder? Diese Überkofferung verformt mich und stellt mich vor eine Zerreisprobe. Auf die maßvolle Einkofferung kommt es an!
Aber was jammere ich über die Überkofferung, das war einmal! Schon lange schlage ich, trostlose Leere in mir, die Zeit tot. In einem Keller zwischen staubigen Kartonen eingeklemmt, dümple ich vor mir her. Ich, herrschaftlicher Koffer, beneide schon die Kartone rings herum, sie sind gefüllt, sie haben noch eine Aufgabe!
Natürlich, bin ich nicht mehr das neueste Model, aber ich bin ein teures Stück, aus gutem Hause! Ich bin einwandfrei intakt, habe weder Schrammen und Dellen! Mein Äußeres ist kein bisschen aufgeblasst und ich erstrahle noch in leuchtenden Farben und meine Klick Klack Verschlüsse funktionieren wie geschmiert!
Ich glaube, es liegt daran, dass ich keine Räder unter meiner Unterseite habe! So wie der Neue, der unter mir, immer griffbereit abgestellt ist! Mich muss man eben noch mit Händen tragen. Die Räder sind es, die mir der Neue voraushat, denn mit meinem Charakter und meinen Charme kann der nicht konkurrieren! Aber was nützt mir das schon, für mich hat es sich ausgekoffert!

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Ein Koffer als Heiratsvermittler

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Von Ulrike Buhl, Archäologin und Bibliothekarin mit Leidenschaft für Griechenland, berichtet wie Koffer zu Heiratsvermittlern wurden.

Sabine, eine Studienkollegin von mir, ist/war eine Flohmarktfanatikerin und egal, wo sie im Urlaub oder aus sonst irgendwelchen Gründen unterwegs ist, kam sie an keinem Trödelladen, Antiquitätengeschäft oder Flohmarkt vorbei. Dabei hat sie ein besonderes Faible für Taschen und Koffer (die sie auch als Einrichtungsgegenstände nützt), Bilderrahmen und Vasen.

In Athen hat sie im Monastiraki-Viertel einen kleinen Laden entdeckt, den sie fast leer gekauft hat. Dabei war auch ein Koffer aus den 30er Jahren, den es 2x gab. 1x mit grünem Futter ausgeschlagen und 1x mit gelb kariertem, ansonsten vollkommen identisch – sogar die Kofferaufkleber waren gleich. Angeblich stammten die Koffer von einem bekannten griechischem Künstlerehepaar. Der mit dem grünen Futter musste es dann sein.

Da sie mit dem Flugzeug unterwegs war, wurde der Koffer dann auch als Reisegepäck genützt. In München angekommen hat sie ihn auch sofort auf dem Fließband erkannt, er war sogar direkt hinter ihrem normalen Reisekoffer. ABER aus irgendwelchen Gründen ist der Koffer – oder sie – dem Zoll aufgefallen und sie wurde aufgefordert das Gepäck zu öffnen. Und oh Schreck, das erste was sie beim Öffnen sah, war das gelb-karierte Muster des Futters. DAS war nicht ihr Koffer. Sie hat den Sachverhalt den Grenzbeamten dann erzählt.

Sabine und die Zollbeamten sind dann zurück zum Fließband, wo ein junger Mann tatsächlich etwas ratlos mit dem Gegenstück da stand. Er hat sofort erkannt, dass es nicht sein Koffer war, weil der Kofferanhänger fehlte. (den hat Sabine erst im Nachhinein realisiert).

Lange Rede kurzer Sinn: Der Zoll hat nichts auffälliges entdeckt, Sabine und der junge Mann (ein Grieche, der in Nürnberg lebte, ebenfalls Antiquitäten oder Vintage liebt) sind Kaffee trinken gegangen, zusammen nach Nürnberg gefahren (unglaublich aber wahr, sie hatten für denselben Zug und das gleiche Abteil reserviert) seit September 1994 zusammen und seit 2001 verheiratet.

Hach ja….das Universum plant halt doch immer wieder…

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Pack-Minimalistin auf Reise-Abenteuer

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von Sabine Schmid

Ein “Koffer-Typ” war ich noch nie. Ein Koffer erscheint mir für fast alle Reisearten eher hinderlich zu sein: zu groß, zu schwer, zu unhandlich. Nein, ich mag es leicht, schnell, knuffig. Daher: Rucksack! Ob im für Flugzeuge als Handgepäck vorgeschriebenen Kleinformat oder in – je nach Reiselänge – unterschiedlichen Rucksack-Litergrößen. In früheren Zeiten, als ich noch nicht in meinem Traumland Südtirol dauerhaft lebte, war doch eher ein größeres Volumen gefragt: Der Hauptteil an Platz ging regelmäßig für Mitbringsel drauf (und für Andenken und Einkäufe auf der Rückreise), und dann sollten ja vielleicht auch noch Bergsachen, Klamotten für unterschiedliche Witterungsbedingungen und Geselligkeiten, Körperpflege, Nachtwäsche, Literatur und Schreibzeug hineinpassen. Ziemlich schnell lehrte mich das den erforderlichen Minimalismus. Und schon längst bin ich flotter Pack-Profi und brauche nicht viel. Kleidertechnische Eitelkeiten sind überflüssig; praktisch, leicht zwischenzuwaschen muss es sein und möglichst bügelfrei. Meist reicht die Hose, die ich trage, dazu wenige Shirts und Blusen zum Kombinieren, evtl. ein Rock, der das Spektrum bereichert. Und fertig!

Eine bevorstehende Reise, egal wie kurz, lang, nah oder weit, ist immer Grund für Reisefieber. Schon viele Wochen vorher beginne ich mit dem Packen, trage alles Benötigte zusammen, oft fällt mir dann doch noch dies oder jenes ein, das sinnvoll wäre und unbedingt mitmuss. Beim Einpacken selbst wird klug geschichtet, nach Gewicht und Knittergefahr, jede Ritze ist genutzt. Eine wahre Kunst, die Freude bereitet! Und erstaunlich, wie viel für alle Eventualitäten selbst in einen 40- oder 50-Liter Rucksack passt. Allerdings gilt: je kleiner, desto besser. Einerlei, wo es hingehen soll: auf den Spuren meiner Vorfahren durch Böhmen, Sprachreise nach Florenz, Kameltrekking in der Wüste oder Erkundungstage im Grödnertal. Voller Entdeckerfreude, die auch in vergnügliche “Live-dabei-Reiseberichte” einfließt.

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Sabine Schmid – passioniertes Einfangen detailverliebten atmosphärischen Erlebens, Sehens, Gehens: In lebendigen Texten, Bildern oder verdichtet zu Lyrik. Am Berg oder beim Entdecken neuer Orte und Landschaften – immer minimalistisch mit Rucksack.

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