Ich heiße Trolley

Trolley_Judith_Paone

von Judith Paone

Liebe Freunde und liebe Reisende!

Ich heiße Trolley und habe ein ganz tolles Leben: meine Hauptaufgabe ist das Reisen.

Mit meiner lieben Freundin Judith habe ich schon sehr viele Orte gesehen und bin mit ihr durch Europa gereist.

Sie hat mich sehr lieb, denn sie füllt mich immer nur mit den wichtigsten Sachen zum Reisen: einem Schlafanzug, einem Beauty Case und etwas Wäsche zum Wechseln. So wiege ich nicht zu viel und kann überall mitreisen.

Leider passierte es oft so, dass bei der Ankunft im Hotel meine Aufgabe erfüllt war und ich einfach dort gelassen wurde.

Ich möchte aber auch die schönen Städte und Orte besichtigen. So begann ich ganz fest zu beten, dass mich Judith überall mitnehmen solle…. Und es geschah!!

Nach unserer langen, Corona bedingten Ruhepause, starteten wir Anfang Juni 2020 endlich wieder gemeinsam: und zwar nach Rom!

Rom war so wunderschön wie noch nie: alles sehr sauber, wenig Leute, viel Ruhe und ich konnte mir das Kolosseum, den „Vittoriano“ und die „Fori imperiali“ aus meiner Augenhöhe anschauen, denn es waren keine Leute vorhanden. Ein echt tolles Erlebnis, das ich noch nie hatte.

Sobald wir im Hotel angekommen waren, hat mich Judith ausgepackt und weggeräumt, denn sie ging duschen und Abendessen. Ich wartete traurig, dass sich mein Gebet erfülle und ich mit ihr durch die Stadt spazieren dürfe….

Am nächsten Morgen geschah das Wunder: Judith nahm mich leerer mit!! Ich war sprachlos: wie ist das möglich? Ich war ja leer? Welche Funktion hatte ich? Wurden meine Gebete einfach erhört?

Wir starteten gemeinsam durch die Straßen Roms, besichtigten gemeinsam das wunderschöne Pantheon, den riesigen Navona Platz, die berühmte Fontana di Trevi und kamen endlich zum „Quirinale“. Dort besichtigte Judith die Ausstellung von Raffael Sanzio und nach 2 Stunden Wartezeit wurde ich wieder abgeholt und mit Katalogen der Ausstellung gefüllt. Aha: also wurde ich für die Kunst und Kultur benötigt: das ist ja ganz toll!

Anschließend schlenderten wir zur einmaligen Piazza di Spagna und saßen an der „Fontana della Barcaccia“, wo Judith aus dem Reisebuch las, dass Bernini dort ein hydraulisches Wunder bewirkte: es gab an diesem Ort zu wenig Wasserdruck und so konnte man keinen Springbrunnen erbauen, wie Papst Urban VIII angeordnet hatte. Nach einer Hochwasserkatastrophe im Jahre 1598 wurde der Platz überschwemmt und ein Boot strandete hier. Bernini nahm diese Katastrophe als Idee auf und errichtete eine Barkasse, ein Boot als Brunnen, welches unter der Platzhöhe errichtet wurde und somit den schwachen Wasserdruck in einen herrlichen Springbrunnen verwandelte.

Ich war von den historischen Geschichten dieser Stadt so begeistert, dass ich nicht mehr nach Hause wollte. Wir besichtigten noch die Villa Borghese und deren Park, wo ich als Polster für eine Ruhepause dienen durfte. Nach vier Tagen kultureller Entdeckungen, mussten wir wieder nach Hause reisen.

Zu Hause wurde ich ausgepackt, gesäubert und gewaschen, damit ich für die nächste Reise nach Abruzzen und Molise bereit war.

Von Juni bis Oktober 2020 habe ich die Region Molise, die Marchen, Abruzzen, Latium und die schöne Stadt Siena besichtigt: es war überall sehr schön und ich konnte viele interessante Sehenswürdigkeiten, sowie die Herrlichkeit der harmonischen Landschaften mit ihrer reinen Natur genießen!

Nun bin ich im Winterschlaf und warte geduldig, dass diese Corona Pandemie zu Ende geht, damit ich ab Mai 2021 mit meiner Freundin Judith wieder durch die Welt reisen kann.

Ich plane schon eifrig unsere nächsten Reisen in interessante Ortschaften und Kulturstätten und freue mich schon sehr darauf! Darüber erzähle ich euch aber bei der nächsten Gelegenheit.

Wünsche euch inzwischen viel Unternehmungsgeist, Gesundheit und interessante Reisepläne!

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Eine Begleitaktion zur Sonderausstellung „Packen, tragen, rollen – Reisegepäck im Wandel der Zeit“ (2021)

Mein himmelblauer Koffer

von Karlies Gottardi

Nachdem ich viele Jahre mit zu viel Gepäck in Zügen Fliegern und Autos gereist bin habe ich mich entschlossen mir ein Koffer zu kaufen, der die perfekten Handgepäckmaße besitzt, zudem noch schön (himmelblau) und wie der Name schon sagt, handlich ist .

Meine erste Reise mit dem neuen Stück ging von Frankfurt nach Halifax um mir einen meiner langersehnten Träume zu erfüllen nämlich die Kanadischen Atlantikprovinzen mit dem Auto zu bereisen.

In Frankfurt am Flughafen musste ich dann feststellen, dass ich mein inzwischen schon so heißgeliebtes Köfferchen nicht als Handgepäck aufgeben konnte da das Gewicht, vorgesehen für Handgepäck knappe 1kg überschritten hatte! Was für eine Riesenenttäuschung mich so schnell schon wieder von meinem Koffer zu trennen. Da ging er nun dahin auf dem Band des Check-in Schalters!

Entspannter Flug nach Halifax und warten am Gepäckband. Es warteten immer weniger Menschen und zum Schluss stand ich alleine da und kein himmelblauer Koffer erschien auf dem Band!!

Der kleine Koffer ist in Frankfurt geblieben, er war definitiv nicht dazu bestimmt im Bauch der großen Air Canada Maschine zu reisen! Nach der Vermisstenmeldung und dem  Ausfüllen sämtlicher Dokumente und der ehrlichen Beantwortungen aller Fragen, auch der ob ich wohl ein „Rifle“,Gewehr ,in meinem Koffer hätte, holte ich meinen Mietwagen ab und machte mich auf den Weg zu meinem Hotel in Halifax auch mit dem Versprechen der Fluggesellschaft, dass der Koffer mit der nächsten Maschine käme und mir ins Hotel, indem ich zwei Nächte gebucht hatte, gebracht würde.

Nach  zwei Tagen war von meinem Koffer nichts zu sehen und auch nach nochmaligem telefonieren mit der Fluggesellschaft und weiterer Fragen ob sich nicht doch vielleicht Waffen oder Drogen darin verstecken würden fuhr ich weiter über Peggys Cove Übernachtung kein Koffer- Mahone Bay Übernachtung kein Koffer- und so langsam gewöhnte ich mich daran, am Abend mein Shirt und die Unterwäsche zu waschen und überlegte mir dabei, warum um alles in der Welt mein Koffer das eine Kilo überschritten hatte.

Der nächste Tag führte mich nach Lunenburg in ein entzückendes Bed and Breakfast mit traumhaftem Blick auf den Atlantik. Kaum war ich in meinem Zimmer als die Vermieterin mich rief um mir mitzuteilen, dass soeben ein Köfferchen für mich abgegeben wurde. Da stand er nun mein himmelblauer Koffer und obendrauf saß ein schwarzer kleiner Bär umgebunden war ihm ein Halstuch mit dem Logo der Air Canada und einem Entschuldigungsschreiben.

Alle meine künftigen Reisen habe ich mit dem himmelblauen Koffer gemacht und nie mehr hat er die 6 kg überschritten im Gegenteil er leidet jedes Mal an Untergewicht und mit zunehmendem Alter und Reiseerfahrung habe ich gelernt mit wie wenig Gepäck man in den Ferien auskommt.

Mein himmelblauer Koffer ist nach wie vor mein Reisebegleiter steht unter meinem Bett und wartet sehnsüchtig darauf wieder hervorgeholt zu werden.

 

 

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Koffern

von Martina Theiner

Martina Theiner hört in ihrem Pflegeberuf sehr viele Lebensgeschichten älterer Menschen. Auch der alte Koffer in ihrem Keller hat so einiges zu erzählen.

Koffer_TheinerEigentlich bin ich ein toller Typ, nicht zu groß und nicht zu klein, nicht zu dick und nicht zu dünn, anpassungsfähig und für vieles zu gebrauchen, jederzeit bin ich zum Koffern bereit. Nach außen hin wirke ich etwas kleinkariert, denn mein solider moosgrüner Grundton wird von aufgesetzten dottergelben Karos aufgelockert. Ja, ich habe Ecken und Kanten, wer hat die nicht? Aber, meine sind mit robustem Leder eingefasst und abgestumpft! Keiner kann sich an mir stoßen. Auf meinen, mit braunem, weichem Leder eingefassten Handgriff bin ich besonders stolz. Stabil und handfest ist er jederzeit und für jedermann griffbereit. Ja, ich bin ein teures Stück und bin mir meiner edlen Qualität wohl bewusst.
Nichts desto trotz bin ich reiselustig, neugierig auf Neues und allzeit bereit zu neuen Ufern los zu koffern und alles hinter mir zu lassen.

Das Äußerliche, ist für mich das Wesentliche denn ich bin das Äußerliche das Eingekoffertes zusammenhält und unsichtbar macht. Das Äußerliche das Vorstellungen schafft und Eindrücke hinterlässt, das neugierig auf das Eingekofferte macht, und darüber keine Grenzen setzt.
Wer mich aufkoffert, findet Platz für viele annehmliche Dinge, die an einem fremden Ort unabkömmlich sind!
Ich muss offen sein um loszukoffern, offen und bereit alles einzukoffern, das auf mich zukommt. Dabei kann ich es mir nicht aussuchen, eingekoffert ist eingekoffert.
Mit was ich immer alles zugekoffert werde! Da ist Freude auf eine bevorstehende Reise, da ist Ungewissheit bei einem Umzug, oder Angst vor einem Spitalsaufenthalt.
Während man am Ziel einer Reise die annehmlichen Dinge, ohne Probleme auskoffert, bleiben die Eindrücke, die Gefühle und die Erinnerungen bei mir eingekoffert, sie lassen sich nicht auskoffern und es ist ein Glück, dass sie keine Kubatur meines Innenraums  beanspruchen, denn unermesslich ist diese nicht.
Letzten Endes kommt es dann doch auf den Inhalt an, auf die inneren Werte und deshalb stellt sich mir die Frage was braucht es wirklich, um gut durchs Leben zu koffern?
Mich vollzukoffern, bis sich mein selbstaufspringender Klick Klack Verschluss aus feinsten Messing nicht mehr schließen lässt, kann es doch nicht sein oder? Diese Überkofferung verformt mich und stellt mich vor eine Zerreisprobe. Auf die maßvolle Einkofferung kommt es an!
Aber was jammere ich über die Überkofferung, das war einmal! Schon lange schlage ich, trostlose Leere in mir, die Zeit tot. In einem Keller zwischen staubigen Kartonen eingeklemmt, dümple ich vor mir her. Ich, herrschaftlicher Koffer, beneide schon die Kartone rings herum, sie sind gefüllt, sie haben noch eine Aufgabe!
Natürlich, bin ich nicht mehr das neueste Model, aber ich bin ein teures Stück, aus gutem Hause! Ich bin einwandfrei intakt, habe weder Schrammen und Dellen! Mein Äußeres ist kein bisschen aufgeblasst und ich erstrahle noch in leuchtenden Farben und meine Klick Klack Verschlüsse funktionieren wie geschmiert!
Ich glaube, es liegt daran, dass ich keine Räder unter meiner Unterseite habe! So wie der Neue, der unter mir, immer griffbereit abgestellt ist! Mich muss man eben noch mit Händen tragen. Die Räder sind es, die mir der Neue voraushat, denn mit meinem Charakter und meinen Charme kann der nicht konkurrieren! Aber was nützt mir das schon, für mich hat es sich ausgekoffert!

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Ein Koffer als Heiratsvermittler

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Von Ulrike Buhl, Archäologin und Bibliothekarin mit Leidenschaft für Griechenland, berichtet wie Koffer zu Heiratsvermittlern wurden.

Sabine, eine Studienkollegin von mir, ist/war eine Flohmarktfanatikerin und egal, wo sie im Urlaub oder aus sonst irgendwelchen Gründen unterwegs ist, kam sie an keinem Trödelladen, Antiquitätengeschäft oder Flohmarkt vorbei. Dabei hat sie ein besonderes Faible für Taschen und Koffer (die sie auch als Einrichtungsgegenstände nützt), Bilderrahmen und Vasen.

In Athen hat sie im Monastiraki-Viertel einen kleinen Laden entdeckt, den sie fast leer gekauft hat. Dabei war auch ein Koffer aus den 30er Jahren, den es 2x gab. 1x mit grünem Futter ausgeschlagen und 1x mit gelb kariertem, ansonsten vollkommen identisch – sogar die Kofferaufkleber waren gleich. Angeblich stammten die Koffer von einem bekannten griechischem Künstlerehepaar. Der mit dem grünen Futter musste es dann sein.

Da sie mit dem Flugzeug unterwegs war, wurde der Koffer dann auch als Reisegepäck genützt. In München angekommen hat sie ihn auch sofort auf dem Fließband erkannt, er war sogar direkt hinter ihrem normalen Reisekoffer. ABER aus irgendwelchen Gründen ist der Koffer – oder sie – dem Zoll aufgefallen und sie wurde aufgefordert das Gepäck zu öffnen. Und oh Schreck, das erste was sie beim Öffnen sah, war das gelb-karierte Muster des Futters. DAS war nicht ihr Koffer. Sie hat den Sachverhalt den Grenzbeamten dann erzählt.

Sabine und die Zollbeamten sind dann zurück zum Fließband, wo ein junger Mann tatsächlich etwas ratlos mit dem Gegenstück da stand. Er hat sofort erkannt, dass es nicht sein Koffer war, weil der Kofferanhänger fehlte. (den hat Sabine erst im Nachhinein realisiert).

Lange Rede kurzer Sinn: Der Zoll hat nichts auffälliges entdeckt, Sabine und der junge Mann (ein Grieche, der in Nürnberg lebte, ebenfalls Antiquitäten oder Vintage liebt) sind Kaffee trinken gegangen, zusammen nach Nürnberg gefahren (unglaublich aber wahr, sie hatten für denselben Zug und das gleiche Abteil reserviert) seit September 1994 zusammen und seit 2001 verheiratet.

Hach ja….das Universum plant halt doch immer wieder…

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Pack-Minimalistin auf Reise-Abenteuer

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von Sabine Schmid

Ein “Koffer-Typ” war ich noch nie. Ein Koffer erscheint mir für fast alle Reisearten eher hinderlich zu sein: zu groß, zu schwer, zu unhandlich. Nein, ich mag es leicht, schnell, knuffig. Daher: Rucksack! Ob im für Flugzeuge als Handgepäck vorgeschriebenen Kleinformat oder in – je nach Reiselänge – unterschiedlichen Rucksack-Litergrößen. In früheren Zeiten, als ich noch nicht in meinem Traumland Südtirol dauerhaft lebte, war doch eher ein größeres Volumen gefragt: Der Hauptteil an Platz ging regelmäßig für Mitbringsel drauf (und für Andenken und Einkäufe auf der Rückreise), und dann sollten ja vielleicht auch noch Bergsachen, Klamotten für unterschiedliche Witterungsbedingungen und Geselligkeiten, Körperpflege, Nachtwäsche, Literatur und Schreibzeug hineinpassen. Ziemlich schnell lehrte mich das den erforderlichen Minimalismus. Und schon längst bin ich flotter Pack-Profi und brauche nicht viel. Kleidertechnische Eitelkeiten sind überflüssig; praktisch, leicht zwischenzuwaschen muss es sein und möglichst bügelfrei. Meist reicht die Hose, die ich trage, dazu wenige Shirts und Blusen zum Kombinieren, evtl. ein Rock, der das Spektrum bereichert. Und fertig!

Eine bevorstehende Reise, egal wie kurz, lang, nah oder weit, ist immer Grund für Reisefieber. Schon viele Wochen vorher beginne ich mit dem Packen, trage alles Benötigte zusammen, oft fällt mir dann doch noch dies oder jenes ein, das sinnvoll wäre und unbedingt mitmuss. Beim Einpacken selbst wird klug geschichtet, nach Gewicht und Knittergefahr, jede Ritze ist genutzt. Eine wahre Kunst, die Freude bereitet! Und erstaunlich, wie viel für alle Eventualitäten selbst in einen 40- oder 50-Liter Rucksack passt. Allerdings gilt: je kleiner, desto besser. Einerlei, wo es hingehen soll: auf den Spuren meiner Vorfahren durch Böhmen, Sprachreise nach Florenz, Kameltrekking in der Wüste oder Erkundungstage im Grödnertal. Voller Entdeckerfreude, die auch in vergnügliche “Live-dabei-Reiseberichte” einfließt.

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Sabine Schmid – passioniertes Einfangen detailverliebten atmosphärischen Erlebens, Sehens, Gehens: In lebendigen Texten, Bildern oder verdichtet zu Lyrik. Am Berg oder beim Entdecken neuer Orte und Landschaften – immer minimalistisch mit Rucksack.

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Helga’s Reisen um die Welt mit dem blauen Samsonite

Helga_Maria_Gorfer_Vancouver_1983

von Helga Maria Gorfer

Aus besonderem Anlass denke ich nach vielen Jahren an meinen ersten, eigenen Koffer, einen himmelblauen Samsonite. Bis auf eine Flug- und eine Schiffsreise, war er immer in meiner Gesellschaft unterwegs. Am Ende aber landete mein Koffer in einem Altersheim und kam nicht wieder zu mir zurück. Vielleicht hat er sich dort zur Ruhe gesetzt oder wurde ganz einfach aus Altersgründen entsorgt. Auch gut – er hatte ein langes und sehr aufregendes Leben.

Der_blaue_Samsonite_KofferMein Koffer war einer der ersten Hartschalenkoffer mit Rollen und einem Griff zum Ausziehen. So konnte man ihn vor sich herschieben oder aber hinter sich herziehen und bei Nichtgebrauch an der Seite einklappen – ultramodern in dieser Zeit und vor allem sehr teuer. Meine Mutter hat ihn zusammen mit mir in Meran ausgesucht. Ihr Geschenk für meine bevorstehende Reise, die mich über den Atlantik führen sollte.

Es war im Jahr 1981, als ich im Dezember den besagten Koffer packte, um eine Stelle als Au-pair-Mädchen in Vancouver/Canada anzutreten. Auf seine erste Reise allerdings musste ich den Koffer  alleine schicken, mit einem Cargo-Transportflugzeug wegen seines Übergewichts. Ich folgte ihm ein paar Wochen später, ebenso allein und aufgeregt auf dem Weg ins große Abenteuer.

In Vancouver angekommen, erwartete mich mein blauer Samsonite im Depot des Flughafens und nun begann eine aufregende Zeit in einer Großstadt, und für mich am  schönsten Platz der Welt: Berge, Meer, neue Freunde, viele Eindrücke und aufregende Momente haben mir das Land und seine multikulturellen Bewohner geschenkt. Mein Koffer, neu und ohne Blessuren, musste mehr als zwei Jahre auf seine Heimreise nach Italien warten. Ab und zu war ich mit leichterem Gepäck unterwegs: in den unendlichen Weiten Canadas, den USA und auch auf Hawaii. Im März 1983 beschloss ich, nach langem Hin und Her, nach Südtirol zurückzukehren. Also musste mein blauer Koffer wieder eine Reise alleine antreten, diesmal mit dem Schiff nach Europa, Zielhafen Genua. Ich folgte ihm später wie schon einmal mit dem Flugzeug.

In der Zeit danach begleitete mich der Koffer durch ganz Europa: Er blieb mit mir mehrere Jahre in der Schweiz, einige Monate in Spanien, eine Zeitlang in Frankreich. Dazwischen pausierte er auf meinem Kleiderschrank und verstaubte, bis ich ihn wieder herausholte und mich mit meinem Mann 1993 auf eine Weltreise begab. Auf allen Flughäfen rund um die Welt leistete er mir die allerbesten Dienste, nicht nur als Transportmittel für mein Hab und Gut, sondern auch als Sitzgelegenheit, wenn ich nach Stunden des Wartens oder wegen des Jetlags sehr müde war. Inzwischen war auch er älter geworden, die Spannung um die Schlösser ließ nach, und so musste ihn all die restlichen Jahre ein schönes rotes Band zusammenhalten.

Helga_Maria_GorferDie letzte Reise allerdings war eine ohne Wiederkehr. Nachdem mein Koffer mich  schon mehr als 25 Jahre auf allen Reisen und Abenteuern dieser Welt begleitete, musste meine Mutter ins Altersheim. Frauen ihrer Generation kamen meistens nicht über ihre Heimatgrenzen hinaus. Sie besaß deshalb auch keinen Koffer und so kam der blaue Samsonite wieder zum Einsatz. Dort hinein packten wir ihre Sachen und er begleitete sie mit ins Heim nicht weit von zuhause. Einige Male wollte ich ihn dann mit nach Hause nehmen, aber meine Mutter ließ das nicht zu. Sie war der Meinung, ihr Aufenthalt im Heim wäre nur von kurzer Dauer und sobald sie sich gesundheitlich erholt hätte, würde sie mit meinem blauen Koffer wieder nach Hause zurückkehren. Also ließ ich den Koffer dort. Meine Mutter verstarb 2010, sie war 88 Jahre alt, mein Koffer 31. 

Helga Maria Gorfer – ehemalige Weltenbummlerin, 62 Jahre alt, aus Schlanders, im Ruhestand, Schreiberin aus Leidenschaft und Haiku-Dichterin

 

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Ich habe einen Koffer

Fabiano_Bressan_New_York

Foto: © Fabiano Bressan

von Bettina Conci

Ich habe einen Koffer. Er ist aus Hartplastik, leuchtend rot und hat Rollen. Ein bisschen alt ist er schon, und genau genommen ist es auch nicht mein Koffer, denn ich habe ihn geschenkt bekommen. Es ist ein guter Koffer, wurde mir gesagt, mit ein paar Gebrauchsspuren, aber noch intakt und brauchbar.

Der rote Plastikkoffer war bereits in Sri Lanka und auf ein paar griechischen Inseln gewesen, bevor er in meinen Besitz gelangte. Er hatte meine Eltern auf ihrer Hochzeitsreise begleitet und problemlos in jedes Auto gepasst. Auch war er überraschend leicht.

Unmittelbar, nachdem ich ihn bekommen habe, habe ich den Koffer weiterverliehen.

Der Amerikaner war eine Erasmusbekanntschaft. Wir hatten uns in Madrid kennengelernt und ineinander verguckt, bevor wir weiterzogen. Er nach Südkorea, um Englisch zu unterrichten, und ich zurück nach Hause, um mein Studium zu beenden. Der Kontakt blieb aufrecht, und so kam es, dass er mich einige Jahre später besuchen kam, mit nichts als einem Karton mit seinen wichtigsten Habseligkeiten im Gepäck und dem schalen Geschmack einer vergangenen Liebe behaftet. Die Erwartung hielt der Wirklichkeit nicht stand und ich es nur drei Tage mit ihm aus. Der schäbige Karton mit seinen Sachen zerfiel vor unseren Augen wie das Bild, das wir voneinander gehabt hatten.

Am Bahnsteig wartete ich ungeduldig, bis der Zug Richtung Mailand Malpensa um die Ecke gebogen und der rote Koffer nicht mehr zu sehen war. Dann atmete ich auf.

Ich habe einen Koffer. Er ist aus Hartplastik, leuchtend rot und hat Rollen. Darin liegen einige alte, löchrige T-Shirts und ein Paar elegante Schuhe, ein Stapel Englischbücher und ein Rasierapparat. Und ein paar verstaubte Erinnerungen.

Ich habe einen Koffer. Er steht jetzt in New York.

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Der rote Koffer

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von Gabriele Crepaz

Wir teilen uns einen Koffer. Ein kleines Ding von der Art einer Reise-Bonbonniere, zweifellos als Einzelstück gedacht für einen Einzelmenschen. Großspurig könnte es als Beauty Case durchgehen, wie es einem zufälligen Reisegefährten einfiel, als er fragte: „Und wo ist der Koffer mit Ihren Kleidern?“ Ein leuchtend roter Fleck, den ich damals hinter mir herzog, neu auf schnurrenden Rollen, heute ausgeleiert vom Gewicht des Reisens, in der Begleitung fremder Koffer aufgerieben und angeschmiert vom Aufkleber einer penetranten Fluggesellschaft. Erbeutet und zerbeutelt.

Der Koffer gehörte mir, als ich ihn erwarb. Allein mir. Er war meiner, als ich ihn heimtrug, auch noch im Stiegenhaus und als ich ihn in der Wohnung abstellte. So lange bis ich im Schlafzimmer den Deckel aufschlug. Ich sah ihn, wie er um den Koffer herumschlich. Anstandshalber wartete er, dass ich meinen Pyjama hineinlegte. Dann faltete er seidig seinen Körper darüber. Niedlich, dachte ich noch, obwohl er mich gleichgültig fixierte, aus seiner Thronhaltung, als ich mit Strümpfen und Unterwäsche vor ihm stand. „Hau ab“, sagte ich streng. „Niemals“, er. Spinner!? Mir egal! Nun? Nein! Ein neuer Machtkampf? Schlimmer: Ich spielte den Clown, er war die Sphinx.

Als er endlich aufstand, gehörte der Koffer ihm. Seine Trophäe roch streng und dunkel und nass aus den Streifen meines Pyjamas. Ich fluchte. Er zog powackelnd ab.

Das Duell war entschieden. Ich besitze den Koffer. Er besetzt ihn. Auf immer. Kein Putzalkohol hilft, wenn es darum geht, den Schiedsrichter im Gehirn zu überlisten. Er hat seine Marke gelegt. Nichts Beschreibbares, nur eine Nasensache mit direktem Draht zum Limbischen System. Egal wie lang eine Reise auch sein mag, egal, welche Düfte ich mitbringe, der Koffer riecht ihm vertraut.

Jede Begrüßung nach meiner Rückkehr ist eine Farce, die er mir zuliebe mitmacht. Denn er war sich die ganze Zeit über meines Koffers sicher.

Es ist Rache, denke ich. Von einem, der sich kaum traut, die Treppen hinunter ins Freie zu laufen. Der sich im Haus verschanzt und nur den Sprung aufs Dach wagt, wo er sich mit den Krähen streitet und diesen feindselig nachsieht, wenn sie zurück in den Himmel fliegen. Der vom Fensterbrett aus beobachtet, wie sich unter ihm die Welt bewegt.

Er lässt reisen und erschnuppert die Welt aus den Gerüchen, die mit dem Koffer zurückkommen. Während wir so tun, als zögen wir mutig in die Welt hinaus, dafür jedoch in den Koffer die Vertrautheit von zu Hause einpacken, um uns draußen nicht verloren zu fühlen. Das Nest für unterwegs. Der Geruch der kleinen in der großen Welt. Und es fällt uns im Traum nicht ein, einen fremden Koffer vom Band zu ziehen. Den Geruch eines anderen. Pyjama, Parfüm, Pissspuren. Wir warten, bis der eine Koffer kommt.

Mein Koffer. Der schöne Schein ist alles. Neuerdings klappe ich den Koffer zu, während ich packe. Oder sperre den Besetzer aus dem Zimmer, wenn ich mich anschicke zu verreisen. Das wirkt. Bis ich den Koffer im Hotel öffne und ein rotblondes, drei Zentimeter langes Haar auf meinen schwarzen Sachen finde. Und noch eines. Und noch ein weiteres.

Wir teilen uns einen Koffer. Mein Kater und ich.

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Nur Fliegen ist schöner

Robert Asam

Von Robert Asam

So etwas kann nur jemand behaupten, der noch nie als Gepäckstück durch die Welt geflogen wurde. Ich hasse Flugreisen! Bitte, verstehen Sie mich nicht falsch, aber masochistische Instinkte waren bei mir noch nie besonders ausgeprägt. Ich halte als Hartschalenkoffer einiges aus. Ich bin kein Weichei. Aber wer lässt sich schon gern andauernd durch die Gegend werfen. Das fängt schon damit an, dass mich mein Besitzer so schnell es geht meinem Schicksal überlässt. Dann stehe ich auf einem Laufband, das die blöde Angewohnheit hat, ruckartig anzufahren, und sofort um die Ecke zu biegen. Ich weiß, dass das kommt, aber ich kann nichts dagegen tun und falle auf die Schnauze. Schnauze ist vielleicht übertrieben, aber es haut mich mit voller Wucht zur Seite. Anschließend werde ich durch irgendwelche dunklen Schächte oder Rohre befördert, auf einen Transporter geworfen, um dann nach kurzer Zeit erneut auf einem Förderband zu landen. Andauernd packt mich irgendein grober Klotz und zerrt und reißt an mir herum. Dann verbringe ich Stunden in einem stockfinsteren Frachtraum, womöglich in Gesellschaft eines Rucksacks, der noch nie ein Stück Seife gesehen hat, muffigen Taschen und eingedrückten Pappkartons. Möchten Sie in solcher Gesellschaft reisen? Mit etwas Glück liege ich halbwegs bequem, aber häufiger ganz unten. Zum Glück habe ich eine harte Schale. Wenn es wieder hell wird und ich frische Luft bekomme, beginnt die ganze Prozedur von vorn, natürlich in umgekehrter Reihenfolge.Robert Asam Koffer„Wer eine Reise tut, der kann was erzählen“, haben meine Vorfahren gesagt. Die hatten leicht reden, wurden sie doch von höflichen Dienstboten mit Samthandschuhen angefasst, vorsichtig dahin oder dorthin gestellt, auf ein Schiff getragen oder in ein nobles Hotelzimmer. Von einigen weiß ich, dass sie die gesamte Reise auf dem Auto festgeschnallt waren und den Fahrtwind und die Aussicht genießen konnten. Aussicht? Keine Ahnung, was das ist. Und herumgetragen hat mich auch noch niemand! Meistens werde ich gerollt, fast immer von gestressten Menschen, die sich nicht einmal die Mühe machen, mir das Treppensteigen zu ersparen. Bumm, zack, Bumm, zack! Und dann wundern sie sich, wenn meine Rollen das nicht aushalten. Als Koffer kannst du dich gegen solche Umgangsformen nicht wehren. Einmal habe ich mein Nummernschloss verstellt, ohne dass es mein Besitzer bemerkt hat. Daraufhin hat er mit einem Taschenmesser so lange an mir herumgestochert, bis ich nachgegeben habe. Und wissen Sie, was das Absurdeste an einer Flugreise ist? Niemand garantiert mir, dass ich am Ende dort ankomme, wo mein Besitzer auf mich wartet. Gerade drehe ich wieder unzählige Laufbandrunden in…, ja, wenn ich das wüsste. Jedenfalls ist niemand da, der mich abholt. Ganz unter uns, ein bisschen Schadenfreude verspüre ich jetzt schon, wenn ich daran denke, dass mein Besitzer ganz woanders auf mich wartet. Das hat er nun davon. Und ich? Ich habe auch nichts davon, denn bald kommt ein grober Heini, packt mich, wirft mich auf einen Gepäckwagen, und dann geht es mit dem nächsten Flieger wieder zurück. Drücken Sie mir die Daumen, dass der Zielort diesmal mit dem Reiseziel meines Besitzers deckungsgleich ist. Soll mir noch jemand sagen, nur fliegen ist schöner! Von wegen.

 

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Ich packe meinen Rucksack und nehme mit…

Marlene_Lobis

von Marlene Lobis

Diese Reise ist meine erste große Backpacking-Reise, mein „Pukkanakka-Projekt“: Pukkanakka bedeutet im Südtiroler Dialekt etwas Schultern, am Rücken tragen – wie eben den Rucksack. Als ich meinen Rucksack gepackt habe, lautete die Devise, nur das Nötigste mitzunehmen. Für mich als Backpacking-Anfängerin war es ein kompliziertes Unterfangen, meinen Rucksack für eine mehrmonatige Reise zu packen. Ich habe unzählige Pack-Listen von erfahrenen Weltreisenden verglichen und mich strikt daran gehalten. Einige Dinge hat mittlerweile der Wäscheservice geschluckt, einiges hätte ich daheimlassen können, aber prinzipiell bin ich mit dem Inhalt meines Rucksacks zufrieden.

Doch nicht für alles gibt es Checklisten. Neben den fast 15 Kilo, die ich in meinen Rucksack gepackt habe, schleppe ich auch meinen unsichtbaren Rucksack mit: Meine Träume und Wünsche, meine Vorstellungen und Erwartungen, meine Leidenschaften und Laster. Wer ich war, wer ich bin und wer ich sein will. Ich bin überzeugt, dass man auf Reisen viel lernen kann. Nicht nur über andere Menschen, Kulturen, Länder, auch über sich selbst. Alle paar Tage an einem anderen Ort zu sein, das heißt auch: Ich kann viele verschiedene Versionen von mir zeigen. Außerdem habe ich jede Menge Zeit, um über das Leben im Allgemeinen und mich selbst im Speziellen nachzudenken. Besonders auf all den langen Busfahrten.

Nein, ich bin auf keinem Selbstfindungstrip. Jedoch weiß jeder, der ab und zu allein reist: Das ist gut für ein gewisses Maß an Psychohygiene. Ich mag das. Aber ganz ehrlich: Ich bin ziemlich schockiert darüber, dass ich meinen inneren Unruhehund auf diese Reise mitgebracht habe. Der stand auf keiner Liste. Hand aufs Herz, wir kennen sie doch alle, diese inneren Dämonen: das Engelchen und das Teufelchen, den Faulpelz, das verängstigte Häschen, den inneren Schweinehund … Während meiner Reise taucht allerdings immer wieder dieses neue Gefühl auf: Ich nenne es „meinen inneren Unruhehund“. Und der hüpft wild herum, will alles sehen, erleben, Sachen machen. Dabei will ich absolut keine „Been there, done that“-Touristin sein, alles schnell abklappern, damit ich es von meiner „Bucket List“ abhaken kann.

Doch wenn im Hostel ein anderer Backpacker fragt: „Warst du denn schon in …“, dann fängt der innere Unruhehund an, fröhlich mit dem Schwanz zu wedeln, beim Kommentar: „Das ist voll die krasse Erfahrung“ oder „ein MUST SEE“ springt er aufgeregt in die Luft und schlägt Purzelbäume, will am liebsten sofort losstarten.

Diese Reise soll eine Auszeit sein, die nur mir gehört. Ich habe lange davon geträumt und kein Rückflugticket gebucht. Im Grunde habe ich alle Zeit der Welt. Ich könnte mich einfach in die Hängematte legen und drei Tage lang schlafen, wenn mir danach ist. Das sage ich mir immer wieder. Doch da ist eben dieser unsichtbare, hyperaktive Köter. Ich bin im Urlaub – und gestresst.

Es gibt ihn, den Reise-Burnout. Dahin will ich nicht, eh klar. Nur frage ich mich: Wie überwinde ich meinen inneren Unruhehund? Yoga? Ein Besuch beim Schamanen? Mein unsichtbarer Rucksack wiegt mehr, als ich dachte. Und ich bin erstaunt, dass ich dieses Stressvieh nicht in die Ecke schicken kann, zum „Platz“ machen. Vielleicht war dieses innere Hündchen schon vor der Reise da, aber blieb brav in seinem Körbchen. Oder ich hatte einfach in der Arbeit so viel zu tun, dass es immer zufrieden war? Jetzt, auf dieser Reise, habe ich diese Unruhe erstmals so richtig gefühlt. Und es kostet mich viel Kraft, damit umzugehen. Sobald ich mich auf die Couch lege oder in ein Café setze und mir vornehme, mal nichts zu tun (und auch nichts zu planen!), pieselt mir mein innerer Unruhehund ans Bein. Er will Gassi gehen, was erleben. Und was mache ich? Ich hole die Leine und wir gehen los.

Marlene Lobis (Textauszug aus einer Kolumne, entstanden während einer 9-monatigen Rucksackreise durch Südamerika im Jahr 2016)

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