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Mein Praktikum 2.0 im Touriseum

Ich hatte das große Glück nach dreieinhalb Jahren, ein zweites Mal ins Touriseum zu kommen und ein erneutes Praktikum zu absolvieren. Gleich am ersten Tag hab ich festgestellt, dass sich hier seit meinem ersten Aufenthalt (Frühjahr 2016) nicht viel verändert hat. Lediglich sind ein paar neue Objekte in der Dauerausstellung dazugekommen und ich durfte einige neue sehr nette Arbeitskollegen kennenlernen und mit ihnen zusammen arbeiten. Gleich am Nachmittag meines ersten Arbeitstages hatte ich das Gefühl, dass ich nicht vor so langer Zeit hier war, sondern vor gefühlt nur ein paar Wochen. Meine große Vorfreude die ich hatte, wurde absolut nicht enttäuscht und ich bin jeden Tag mit Freude zur Arbeit gekommen. Auch war wie bereits beim ersten Mal die Arbeitsstimmung immer super gut.

Meine Arbeitstage waren mit spannenden Aufgaben bestückt. So durfte ich unter anderem bei der Organisation einer Buchvorstellung mithelfen. Wir haben einen Flyer erstellt, den ich dann auch an einem Nachmittag im „Außendienst“ in der Innenstadt von Meran an vielen unterschiedlichen Orten (Cafés, Geschäften, Kurverwaltung, etc.) verteilt habe. Auch habe ich noch nach einigen interessanten Informationen für die beiden Vortragenden recherchiert. Bei der Generalprobe war ich auch dabei und konnte durchs Zuhören und Beobachten noch einige Tipps geben. Am Abend der Buchvorstellung hab ich dann noch mitgeholfen den Raum herzurichten.

Eine andere Aufgabe bestand darin, dass ich in der Bibliothek die Zeitschriften und auch alte Pressetexte aus einem großen Album katalogisiert habe. Da war es sehr spannend zu entdecken, welche unterschiedlichen Themen in den Texten und den Zeitschriften behandelt wurden. Einige Artikel musste ich mir dann doch auch aus Neugierde durchlesen… J

Auch durfte ich wieder ein paar Einsätze an der Rezeption übernehmen und bin täglich einmal vormittags und nachmittags durch den Parcours gegangen, um zu schauen ob alles funktioniert und ordentlich aussieht.

Eine weitere Aufgabe war, dass ich an der Entwicklung einer neuen Vermittlungsaktion für die Grundschule mitarbeiten durfte. Leider war die Zeit aber zu kurz und so konnte ich lediglich nur wenige Überlegungen dazu beitragen. Ich hätte schon liebend gern bisschen mehr an der Entwicklung der neuen Aktion mitgearbeitet…

Wie so oft rannte die Zeit so dahin und die vier Wochen vergingen viel zu schnell… Sehr gerne wäre ich definitiv noch länger geblieben, aber leider muss ich zurück nach Deutschland und zur Uni, denn große Dinge werfen ihren Schatten voraus. Aber auf jeden Fall habe ich mich sehr gefreut, ein zweites Mal an diesem wunderschönen Ort zu arbeiten und bin sehr dankbar für diese erneute Zeit, die ich hier verbringen durfte!! Es wird sicher nicht mein letzter Besuch gewesen sein!

Franziska Franik, Münster

Eindrücke von meinem Praktikum im Touriseum

Wie für jeden Schüler der FOS – der dritten und vierten Oberschulklasse – begann am 03.06.2019 mein zweiwöchiges Betriebspraktikum. Dieses Jahr habe ich mein Praktikum im Touriseum absolviert.


An meinem ersten Tag war ich etwas aufgeregt, da ich nicht wusste, ob ich alle Aufgaben die mir zugeteilt werden, schaffen kann. Auch das Ambiente war im ersten Moment ein bisschen einschüchternd. Es ist nämlich nicht üblich, in einem Schloss mit Aussicht auf einen wunderschönen Garten zu arbeiten, indem sogar einmal die Kaiserin und Königin „Sissi“ gelebt hatte. Doch schnell war meine Aufregung und meine Bedenken verschwunden, als ich von allen Mitarbeitern freundlich begrüßt wurde. Auch die Aufgaben die mir zugeteilt wurden konnte ich immer mit Bravour meistern und falls ich doch bei etwas unsicher war konnte ich immer Fragen stellen. Zusätzlich hatte ich noch das Glück, dass eine weitere Praktikantin ihr Praktikum im Touriseum absolvierte.

Ich bin mir sicher, dass mein Arbeitsplatz so manche meiner Mitschülerinnen vor Neid platzen ließe. Ich hatte mein eigenes Büro mit vielen Fenstern und meine Mittagspause konnte ich in den wunderschönen Gärten von Schloss Trauttmannsdorf verbringen.

Persönlich fand ich sehr gut, dass ich bereits am ersten Tag schon eine Liste mit all meinen Aufgeben bekam. So wusste man schon ein bisschen was auf einem zukommen wird. Meine auszuführenden Arbeiten waren immer sehr abwechslungsreich, was mich eigentlich sehr überraschte. Ich dachte immer in einem Museum zu arbeiten wäre eine langweilige und monotone Arbeit. Doch das Praktikum im Touriseum hat es mir anders bewiesen und mich positiv überrascht. Von Schulführungen, alten Texten scannen und Arbeit an der Rezepten war alles dabei. Jeden Tag gab es eine neue Herausforderung. Das Praktikum war für mich sehr abwechslungsreich und interessant, da man einen Einblick bekommen hat, was vor und hinter den Kulissen eines Museums so abläuft.

Die zwei Wochen sind wie im Flug vergangen und ich konnte viele tolle neue Erfahrungen sammeln.

Hiermit möchte ich mich auch noch einmal bei allen Mitarbeitern des Touriseum bedanken, da ich dank ihnen ein wunderschönes Praktikum absolvieren konnte, das mit immer in Erinnerung bleiben wird.

Mit freundlichen Grüßen,

Hannah Mairhofer, Schülerin der FOS in Meran, Klasse 4TS2

Mein Praktikum

Am 18. Februar des heurigen Jahres begann ich als Praktikant im Schloss Trauttmannsdorf beim Touriseum zu arbeiten. Von Anfang an ging es steil heran und ich musste gleich mehrere Treppen besteigen bevor ich im Büro ankam.

Ich wurde unmittelbar sehr freundlich von allen Mitarbeitern und meinen zukünftigen Arbeitskollegen begrüßt und positiv willkommen geheißen. Dadurch dass das Museum für Besucher und Touristen geschlossen war, hatte ich mehrere detailliertere Einblicke hinter den Fassaden des Schlosses, welches echt faszinierend ist und konnte einiges über die Geschichte und Hintergründe Merans und des Schlossmuseums erfahren und ein bisschen hinter den Kulissen stöbern.

Die meiste Zeit war ich in der Bibliothek, welche sehr tiefgründig ist und breitflächige Themen beinhaltet. Dort nahm ich verschiedene kleine Arbeiten an, wie z.B. Bilder sortieren, alte Bücher und Reiseführer verräumen oder ich musste Daten in Excel Tabellen eingeben. Die Arbeiten waren sehr ergiebig und vielfältig, ich war unter anderem auch im graphischen Bereich tätig, indem ich Schilder oder Buttons für die Ausstellungen vom Museum hergestellt habe.

Ich möchte mich nochmals ganz herzlich bei meinen Mitarbeitern bedanken, die stets freundlich waren und mir immer ein gutes Gefühl vermittelt haben.

Ganz besonders möchte ich mich bei meiner Tutorin, Ruth Engl für ihre Unterstützung und Hilfe bedanken.

Moritz, Schüler des Sprachengymnasiums Meran 4.B

Mein zweiwöchiges Praktikum im Touriseum

Am Montag, den 19. Februar startete ich mein zweiwöchiges Praktikum im Touriseum. Bevor ich im Büro ankam, musste ich erst die steile Auffahrt hinaufgehen. Vom Büro aus hatte ich dann eine wunderschöne Aussicht über Meran und das Etschtal.

Meine Aufgaben im Touriseum waren abwechslungsreich und sehr interessant. Ich musste z.B. Buttons erstellen und Adressen aus einem alten Adressbuch von 1894 in einer Excel Tabelle anlegen. Das war sehr interessant und ich fand viel über die Geschichte von Meran und Umgebung heraus.

Die zwei Wochen vergingen wie im Flug und ich möchte mich herzlichst bei den freundlichen Kollegen bedanken, die stets sehr freundlich, hilfsbereit und bereit zu helfen waren.

Und ganz besonders möchte ich mich bei Frau Engl Ruth bedanken, die mich in dieser Zeit betreut und mir bei Problemen stets geholfen hat.

Leah Reiterer

Ein schöner Frühlingsanfang

Es war in ein Montag, genauer gesagt Montag der 6. März 2017, als ich das große Glück hatte mein Praktikum im Schloss Trauttmansdorff in Meran zu beginnen. Ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Ich durfte während des Praktikums in der Mittagspause alleine im Garten den Frühling genießen. Ich danke meiner Lehrerin, dass sie mich für diese Praktikumstelle ausgewählt hat, somit konnte ich meine Arbeitserfahrung im Touriseum erweitern. Es ist schön, an einem Ort zu arbeiten, wo man willkommen ist und freundlich aufgenommen wird. Meine Arbeitskollegen waren immer sehr liebenswert und hilfsbereit, aber vor allem geduldig. Meine Kaffeepausen waren sehr entspannend, ganz besonders, wenn ich mit meinen Arbeitskollegen zusammen war. Ich hatte sehr viele tolle und witzige Momente, an die ich mich gerne erinnere. Trotz mancher Schwierigkeit während der Arbeit haben mir meine Arbeitskollegen immer wieder geholfen und wir haben zusammen eine Lösung gefunden. Ich fühlte mich wie in einem Team und bekam ein Gefühl von Gemeinschaft. Ich wurde akzeptiert wie ich bin und das schätze ich sehr, Freundlichkeit und dazu noch Hilfsbereitschaft findet man selten. Ich durfte auch einen Tag in die Verwaltung schauen, um zu erfahren, was sie dort so alles machen, und die liebe Anna zeigte mir den schönen Garten.

Ich bedanke mich beim ganzen Trauttmansdorff-Team, vor allem bei Ruth Engl für die ganze Unterstützung und die schönen Erinnerungen.

Ich komme schon bald wieder!;)

Aischa Aharam

Neues aus unserer Sammlung: Die Pension Deutsches Haus in Meran

Werbeprospekt der Pension Deutsches Haus in Meran, Anfang 20. Jh., mit einem Foto des Hauses flankiert von den Initialen der Besitzerin „M H“ für Marie Hampl.

Werbeprospekt der Pension Deutsches Haus in Meran, Anfang 20. Jh., mit einem Foto des Hauses flankiert von den Initialen der Besitzerin „M H“ für Marie Hampl.

Dank einer Nachfrage des Frauenarchivs Bozen zu Frau Marie Hampl habe ich in unserem Depot gestöbert.

Ich fand nicht nur ein Kochbuch mit handgeschriebenen Rezepten und vielen eingelegten Zetteln, das auf der ersten Seite den Eintrag „Marie Hampl Pens. Sandhof“ trägt, sondern zwei weitere. Eines trägt den Eintrag „Marie Petrmichel Deutsches Haus“ und eines enthält viele Zettel und Briefe an Frau Hampl mit Rezepten und lieben Grüßen an ihre Mutter.

Frau Marie Hampl, geborene Petrmichel, meist aber Petermichl geschrieben, führte seit ca. 1895 die Pension Deutsches Haus in Meran an der Winterpromenade, die sie 1902 auch kaufte. Sie übernahm die Pension von ihrer Mutter, Louisa Petermichl, geborene Klička, die seit ca. 1866 im Haus war, zuerst als „Hausbesorgerin“ oder „Haushälterin“, dann als „Wirtin“.

All dies erfährt man aus dem „Fremdenbuch“ der Pension Deutsches Haus, das sich dank der Dauerleihgabe von Herrn Eberlin in unserer Sammlung befindet. Die handschriftlichen Einträge der Gäste vermitteln ein wirklich lebendiges Bild des Pensionslebens aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts.

4083291blogHier erzählen die Gäste sehr viel über sich selbst und über ihre Beziehung zur „liebenwürdigen, aufmerksamen, umsichtigen Wirtin“, Frau Louisa Petermichl. Gäste aus Böhmen freuen sich, bei einer Landsmännin wohnen zu dürfen, für Gäste aus Polen, die aus gesundheitlichen Gründen öfters ins Ausland reisen mussten und sich bereits zum sechsten Mal einquartierten, wurde die Pension eine zweite Heimat. Während ihres Aufenthaltes zählten sie gar 28 Landsleute im Haus.

“An der Tafel des Hauses sieht man oft vereint Gäste aus aller Herren Länder u. Reichen. Manchmal herrscht ein Sprachengewirr, gar bunt. Mein liebes Deutsch tritt bescheiden in den Hintergrund.” reimt ein anderer Gast 1895 ins Fremdenbuch.

Leider wurden die Gästebücher später eher zu Gäste – Listen, mit Ankunfts- und Abreisetag, Geburtsdatum und Wohnort, wo die persönlichen Mitteilungen leider meist fehlen.

Für alle, die wieder mal Kurrentschrift lesen möchten, hier der Eintrag der Gäste aus Böhmen.

Viel Spaß! ;-)))

Karin Maringgele

 

 

Reise durch die Zeit

Schloss Trauttmansdorff ist ein Ort des permanenten Entdeckens. Jedes Mal, wenn ich durch die hängende, mit Blumen ausgeschmückte Brücke zu den Administrationsräumen des Touriseums hinaufgehe, bietet sich mir eine  gewaltige Erscheinung: die kleine, stille Burg empfängt mich mit ihren steilen Treppen und von Efeu umwucherten Balkonen. Jeden Tag finde ich eine neue bezaubernde Ansicht, einen neuen neogotischen Spitzbogen, eine neue Form und ich bleibe mindestens eine Minute still im Gang stehen, in Gedanken versunken. Es gibt Orte, in denen der Wind der Geschichte ständig weht. Und es gibt Personen- wie die Mitarbeiter im Touriseum- die in der Lage sind, die vergangenen Ereignisse dem Publikum auf lebendige Weise zu vermitteln und etwas Neues zu schaffen. Als Kunstgeschichtestudentin freue ich mich immer, wenn ich sehe, dass eine neue kuratorische Methode entwickelt und mit der Raumgestaltung und Objektepositionierung experimentiert wird. Man könnte sich fragen, ob ein sehr modernes Konzept der Ausstellungsgestaltung, das sich vieler medialer Zubehöre bedient, mit dem historistisch umgebauten Schloss harmonisch zusammenleben kann. Man könnte in der Tat meinen, dass die historisierenden und auch ein bisschen romantisierenden Absichten des letzten Schlossherrn, Friedrich von Deuster, mit der aktuellen Technologie des Museums überhaupt nicht vereinbar sind. Das denke ich aber nicht. Meiner Meinung nach steht das heutige Anliegen dem ehemaligen sehr nah, und zwar etwas Vergangenes wieder zu beleben und sichtbar zu machen. Die blauen Koffer des Touriseums sind also zu Bestandteilen des Schlossgeländes geworden und führen den Besucher bis zum Innenhof. An den Wänden im unteren Treppenhaus leiten die Zitate von wichtigen Persönlichkeiten über den Tourismus- zum Teil sehr ernst, zum Teil sehr ironisch- das Thema ein und zeigen die Vielfalt an Aussagen, die diesbezüglich formuliert werden können. Bevor ich die Dauerausstellung  des Touriseums besucht habe, kannte ich einen wichtigen Teil der Vergangenheit nicht, ich hatte keine Ahnung von dem, was zum heutigen Tourismusbetrieb geführt und welche Konsequenzen eine solche Entwicklung für das tägliche Leben hervorgebracht hat.

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Da es sich um einen Bereich handelt, der sich ständig weiterentwickelt, müssen die Leute, die sich damit beschäftigen immer informiert sein und sich auf dem Laufenden halten. Das hat mir besonders gut gefallen, denn ich habe Menschen kennengelernt, die genau aus diesem Grunde sehr weltoffen sind und Freude an ihrer Arbeit haben.

Meine Aufgaben hier waren die verschiedensten – ich habe an der Rezeption mitgeholfen, in der Bibliothek Informationen für die nächste Sonderausstellung recherchiert, Postkarten und Prospekte inventarisiert, Bilder eingescannt, Texte übersetzt, etc. Ich habe viel gelernt und alles wurde mir jedes Mal mit netten Worten erklärt.

Zum Schluss möchte ich hinzufügen, dass Museen  Institutionen sind, die einen enormen kulturellen Beitrag leisten und die versuchen, Inhalte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Daher sollte man nie vergessen, wie viele Überlegungen und Arbeit hinter einer Ausstellung stecken und jede Möglichkeit ausnützen, am kulturellen Leben teilzunehmen.

Ich empfehle allen Reisenden, die den eigenen Horizont erweitern möchten, das Touriseum zu besuchen.

Herzlichen Dank an alle, die zum guten Gelingen meines Praktikums beigetragen haben,

Francesca

Betriebspraktikum im Touriseum

Das für alle Schüler/-innen der dritten und vierten Klassen der Fachoberschule für Tourismus und Biotechnologie FOS Meran verbindliche Betriebspraktikum vom 06. Juni – 17. Juni 2016 hat mir trotz meiner distinguierten Art und meiner hohen Erwartungen sehr gut gefallen.

Als ich am Montag, den 06. Juni um 8:15 Uhr meine curriculuminterne Praktikumstätigkeit antrat, wurde ich bereits im dritten Stock des Touriseums empfangen, den Mitarbeitern/-innen nacheinander vorgestellt und in meinen Arbeitsplatz eingewiesen. Im Verlauf meines Praktikums arbeitete ich an einem separaten, sich im Büro der Mitarbeiterin Ruth Engl befindenden Schreibtisch in der örtlichen Bibliothek. Die mir für die Erfüllung der zu verrichtenden bürokratischen und archivischen Tätigkeiten zur Verfügung gestellten Hilfsmittel waren ein Mac Desktop-Computer, zahlreiche Schreibutensilien und DIN-A4-Blätter sowie ein relativ großer Schreibtisch. Zum Zeitpunkt meiner Ankunft im Büro der Mitarbeiterin Ruth Engl konstatierte ich aufgrund von negativ konnotierten persönlichen Erfahrungen an einer anderen Praktikumsstelle die Sauberkeit, Ordnung und mithin Angemessenheit meines Arbeitsplatzes mit einer gewissen Genugtuung. Dadurch konnte ich sofort nach der anfänglichen Einführung mit der Abarbeitung der zu verrichtenden Tätigkeiten beginnen, und zwar mit der computergestützten Erstellung einer Verteilerliste anhand des Programms Microsoft Excel 2011 sowie der Durchführung einer Internetrecherche zu Museen und Ausstellungen über Alpin- resp. Bergpässe. Sowohl der polygonale Schreibtisch als auch der dazugehörende Schreibtischstuhl ermöglichten mir ein stundenlandes ergonomisches Sitzen und trugen so dazu bei, dass ich den Arbeitsplatz nie mit Rückenschmerzen verlassen musste.

Während meines Praktikums hatte ich regen Kontakt zu deutsch- resp. italienischsprachigen Mitarbeitern/-innen, die stets einen freundlichen Umgangston pflegten, sich an das im Touriseum geltende Reglement hielten und durch ihr leicht erkennbares Interesse am Tourismus des gesamten Alpenraumes sowie dessen Wandel im Lauf der Jahrhunderte für eine angenehme und förderliche Arbeitsatmosphäre sorgten, von der ich als arbeitswilliger, interessierter Praktikant sehr profitieren konnte. Besonders vernommen habe ich das fundierte Interesse einiger Mitarbeiter/-innen bei der Besichtigung von geschenkten Objekten zweier Mitarbeiterinnen vonseiten Dritter: Als die Mitarbeiterin Dr. Karin Maringgele der Mitarbeiterin Ruth Engl den neu aufgenommenen, beschichteten Picknickkoffer Englands des 19. Jahrhunderts zeigte, bezeichnete letztere denselben als „einfach entzückend“, wobei ihrer Stimme diesbezüglich eine euphorische Begeisterung zu entnehmen war. Das Arbeitsverhältnis zwischen mir als Praktikanten und den im Touriseum arbeitenden Mitarbeitern/-innen basierte nicht auf dem Prinzip der kategorischen Über- resp. Unterordnung, sondern es war geprägt von Wertschätzung, Achtung und Respekt. Letzterer wichtiger Aspekt lässt sich nicht nur empirisch, sondern auch sprachlich zweifellos belegen: So verwendete die Mitarbeiterin Evelyn Reso Ph.D. nämlich ausnahmslos die konditionale Form des Verbs können, als sie mir Arbeitsaufträge gab und bat mich in dieser Hinsicht immer fragend, ob ich beispielsweise eine Recherche zum Thema „Automobilbekleidung und Mode“ anstellten könnte.

Simon

Ungeachtet des Faktums, dass ich mir im Zuge der Absolvierung meiner Praktikumstätigkeit ein Büro mit der Mitarbeiterin Ruth Engl teilte, wurde ich von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Evelyn Reso Ph.D. betreut, die bereits vor neun Jahren während ihres Bachelorstudiums der Europäischen Ethnologie im Touriseum zu arbeiten begann und demnach mit den örtlichen Räumlichkeiten, der Organisation und dem Aufgabenbereich äußerst vertraut ist. Zwar hat die Mitarbeiterin ein separates Büro, aber dennoch war dies für sie kein Hindernis für ihre ständige Unterstützung beim Auftritt von Fragen, Unsicherheiten oder Fehlern. Evelyn Reso Ph.D. war trotz ihrer Vollzeitbeschäftigung ständig darauf bedacht, mir bei etwaig auftretenden Komplikationen zielführend zu helfen: Dementsprechend unterstützte sie mich beispielsweise bei der Durchführung einer computergestützten Recherche zu Museen und Ausstellungen über Alpin- resp. Bergpässen und gab mir wichtige Informationen sowohl im Hinblick auf die Konzeption und die Auswertung eines Umfragebogens über die Konnotationen von Touristen/-innen zu Alpin- resp. Bergpässen als auch in Bezug auf die Verfassung eines sprachlich ansprechenden Pressetextes für die Homepage. Abgesehen von ihrer Hilfsbereitschaft, ihrer Höflichkeit und ihrer fachlichen Versiertheit versuchte sie stets, meinen Arbeitsalltag so abwechslungsreich und spannend wie möglich zu halten: Von der konzeptuellen Erstellung einer Verteilerliste bis hin zur Durchführung zahlreicher wissenschaftlicher Recherchen im Internet waren meine Tätigkeiten sonach sehr unterschiedlich, verschiedene Kompetenzbereiche abdeckend und interessant. Zusätzlich dazu sorgte die Mitarbeiterin Evelyn Reso Ph.D. ständig dafür, dass mir in den zwei Wochen meines Betriebspraktikums so viele Einblicke wie möglich gewährt wurden – und das mit Erfolg: Während meines relativ kurzen, aber aufschlussreichen Aufenthalts habe ich Einblicke in die verschiedenen Räumlichkeiten des Touriseums (Empfangsbereich, Räume/Ausstellungen, Remise), in das Bibliothekswesens und das Archiv, in die Rezeption, in die Fülle der wissenschaftlichen Forschungsschriften und Publikationen sowie in die Pflanzenwelt und die organisatorische Einteilung der verschiedenen Abschnitte der Gärten von Schloss Trauttmansdorff erhalten.

In konklusiver Anbetracht der obig erläuterten Beobachtungen, Zustände und Fakten konstatiere ich die Wahl des Touriseums als Anlaufstelle meines curriculuminternen Betriebspraktikums retrospektiv betrachtet mit einer gewissen Zufriedenheit. Da mir mein Betriebspraktikum im Touriseum aufgrund des mir zugewiesenen sauberen und ordentlichen Arbeitsplatzes, der Höflichkeit, Freundlichkeit und fachlichen Kompetenz der Mitarbeiter/-innen, der angenehmen Arbeitsatmosphäre, des positiven Arbeitsverhältnisses zu den einzelnen Mitarbeitern/-innen, der fachlich kompetenten Betreuung und meines abwechslungsreichen Arbeitsalltages sehr gut gefallen hat, intendiere ich, ein erneutes, allerdings extracurriculares Praktikum im Touriseum im Juli des Jahres 2016 anzutreten.

Simon Dietl

Praktikant im Touriseum

Mein Praktikum im Touriseum

Im Frühjahr 2016 durfte ich als Studentin aus Deutschland für mein Studium der Archäologie – Geschichte – Landschaft/ Kunstgeschichte ein Praktikum in Südtirol im Schloss Trauttmansdorff absolvieren.

Ich hatte das Glück, dass meine drei Wochen Praktikum vom 12. März bis 01.April 2016 in die Zeit rund um die Eröffnung des Museums nach dem Winterschlaf gefallen sind. Es war sehr interessant und spannend zu erfahren, wie sich die zur Wiedereröffnung notwendigen Schritte vor einer neuen Saison in einem Museum gestalten, wieviel Arbeit und organisatorisches Geschick sich dahinter verbergen. So durfte ich bei der Vorbereitung der Pressemappen oder beim letzten Check der neuen Sonderausstellung, der Audio-Lounge, in der den Besuchern die Veränderung des Hotelwesens und des Tourismus in den letzten Jahrzehnten nähergebracht wird, helfen.

Andere interessante Aufgaben kamen auch auf mich zu: Ich habe dabei geholfen, Ordner voll mit Fotos und Dias, z. B. Städte- und Landschaftsaufnahmen, zu sichten und zu beschreiben und nach Themen zu ordnen, damit sie archiviert werden konnten und für Jedermann durch Inhaltslisten schnell zugänglich sind. Ich muss zugeben, das war zwar eine sehr trockene Aufgabe, aber es hat mir trotzdem gefallen. Dadurch hab ich nämlich wunderschöne, zum Teil auch sehr alte Darstellungen von Südtirol sehen dürfen.

2016FranziskaFranik

Spaß gemacht haben auch mehrere Einsätze an der Rezeption. Dort habe ich den internationalen Besuchern in mehreren Sprachen erklären können, was man im Museum alles erfahren und sehen kann. Manchmal habe ich auch Souvenirs verkauft.

Der Sport kam unbeabsichtigt und automatisch dabei auch nicht zu kurz. So musste ich jeden Morgen viele Treppenstufen hinauf zu den Büros laufen, welche sich im dritten Stock des Schlosses befinden, oder die Bilder zwischen Büros und dem Depot, welches sich außerhalb des Geländes befindet, hin und her tragen. Der PC im Depot streikte permanent und es gab technische Schwierigkeiten. So kamen einige Joggingmeter zusammen.

Alle Mitarbeiter waren super nett. Jeden Tag konnte ich voller Freude und Lust zur Arbeit im Schloss Trauttmansdorff fahren. Mich erwartete immer eine super Stimmung.

Da ich auch super Glück mit dem Wetter hatte, habe ich meine Mittagspause in der warmen Frühlingssonne immer draußen im wunderschönen Garten des Schlosses verbracht. Am Anfang meines Praktikums hatte ich all die schönen Blumen und Bäume fast für mich allein, da noch keine Gäste da waren. Nur die Gärtner kamen ab und zu vorbei, um auch hier die letzten Vorbereitungen für den Saisonstart zu erledigen. Ich fühlte mich wie in einem Paradies und auch als der Garten dann für Besucher geöffnet war, fand ich doch immer einen ruhigen Platz für meine Pause.

Die drei Wochen gingen leider viel zu schnell vorbei. Wie im Flug vergingen die Tage ohne Langeweile mit MEGA-SPASS und am letzten Tag war mein Gefühl so, als ob ich gerade erst angekommen wäre. Traurig war ich und hätte sehr gerne noch länger im Touriseum bleiben wollen. Doch zu Hause wartet die Uni mit dem neuen Semester auf mich.

Franziska Franik, Münster

Einblicke ins Touriseum

Am 22. Februar 2016 habe ich im Touriseum mein Praktikum angefangen. Dieses war sehr interessant, ich bin glücklich, dass meine Lehrerin diese Praktikumsstelle für mich gefunden hat und dass ich meine erste Arbeitserfahrung im Touriseum gemacht habe.

2016Claudiax

Die Kollegen waren sehr nett mit mir und immer bereit, mir zu helfen. Bei diesem Praktikum habe ich auch viel gelernt, gemacht und geholfen. Ich habe viele Fotos gescannt, Bücher kunststoffbeschichtet, Tabellen in Excel gemacht und Arbeiten für die Schüler vorbereitet, die einen Ausflug ins Touriseum machten.

Ich bin noch nie im Touriseum gewesen und so habe ich die Möglichkeit zu einer Besichtigungstour gehabt, es war interessant.

Am Anfang war ich nervös, aber dann habe ich verstanden, dass es unnütz war, weil ich keinen Grund gehabt habe.

Ich danke allen vom Touriseum für diese Erfahrung und für die Sympathie, mit der sie mich empfangen haben.

Claudia De Demo, Schülerin der Scuola Professionale Provinciale per l’Artigianato, l’Industria e il Commercio “Guglielmo Marconi” in Meran