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Einblicke ins Touriseum

Am 22. Februar 2016 habe ich im Touriseum mein Praktikum angefangen. Dieses war sehr interessant, ich bin glücklich, dass meine Lehrerin diese Praktikumsstelle für mich gefunden hat und dass ich meine erste Arbeitserfahrung im Touriseum gemacht habe.

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Die Kollegen waren sehr nett mit mir und immer bereit, mir zu helfen. Bei diesem Praktikum habe ich auch viel gelernt, gemacht und geholfen. Ich habe viele Fotos gescannt, Bücher kunststoffbeschichtet, Tabellen in Excel gemacht und Arbeiten für die Schüler vorbereitet, die einen Ausflug ins Touriseum machten.

Ich bin noch nie im Touriseum gewesen und so habe ich die Möglichkeit zu einer Besichtigungstour gehabt, es war interessant.

Am Anfang war ich nervös, aber dann habe ich verstanden, dass es unnütz war, weil ich keinen Grund gehabt habe.

Ich danke allen vom Touriseum für diese Erfahrung und für die Sympathie, mit der sie mich empfangen haben.

Claudia De Demo, Schülerin der Scuola Professionale Provinciale per l’Artigianato, l’Industria e il Commercio “Guglielmo Marconi” in Meran

Eindrücke vom Touriseum

Der 11. Juni 2015… das Schuljahr schon abgeschlossen. Bereits wunderschönes Wetter und angenehm warme Temperaturen.  Nicht mehr lange und die Sommerferien stehen vor der Tür. Der Sommer ruft und hält schon vieles bereit. Die Vorfreude steigt mit jedem Tag. Doch bevor ich in den Sommer starte steht noch das Schulpraktikum auf dem Plan. Eine neue Gelegenheit die sich mir hier bietet. Ein zweiwöchiges Praktikum im Touriseum. Da die Zeit ein wenig knapp ist, versuche ich das Beste daraus zu machen und die kurze Zeit im Touriseum voll auszunutzen.

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Das Ambiente hier ist traumhaft schön. Das Touriseum befindet sich inmitten des botanischen Gartens von Schloss Trauttmansdorff. Hier ist man umgeben von imposanten Gartenanlagen und blühenden Wiesen.  Ein Arbeitsplatz mitten im Paradies. So mancher würde einen um dies beneiden.

Jeden Morgen begebe ich mich munter und gut gelaunt auf den Weg zum Touriseum. Jeden Tag warten neue Aufgaben und Herausforderungen, auf die ich gespannt bin. Nach einer etwas langwierigen Busfahrt und unzähligen Stufen habe ich dann endlich mein Ziel erreicht. Als Praktikantin erlebt man das Touriseum ganz anders, man kann es aus einem neuen, bisher unbekannten Winkel betrachten. Es öffnet eine völlig neue Welt. Einen Einblick hinter die Kulissen.

Einen Einblick, der den Besuchern verwehrt bleibt. Das Praktikum ist eine gute Chance und eine super Gelegenheit, um sich auf die Arbeitswelt ein bisschen besser einstellen zu können. Hier heißt es: Neue Dinge sehen, Neues lernen. Die Welt der Arbeit erkunden. Ja, dafür ist das Touriseum der ideale Ort.

Hier lernt man viel über die Geschichte Südtirols und über die Entwicklung des Tourismus. Über die Auswirkungen des Tourismus auf unser Land und noch vieles mehr. Wir durften an Führungen im Touriseum teilnehmen und in die Arbeit an der Rezeption und in der Verwaltung hineinschnuppern. Wir hatten immer viel Abwechslung, von Langeweile war keine Spur.

Die Mitarbeiter sind ein eingespieltes Team. Alle wirken zufrieden mit ihrem Beruf. Es herrscht ein sehr gutes Arbeitsklima und man merkt, dass hier alle motiviert bei der Sache sind. Jeder hat seinen Aufgabenbereich. Beweist jeden Tag Geduld und Können.

Ein freundlicher Empfang war für mich der perfekte Start in das Praktikum. Man hatte sofort das Gefühl, dass man willkommen ist und man fühlte sich hier gleich wohl. Hier hat man die Gelegenheit neue Menschen kennen zu lernen, ob Mitarbeiter oder Besucher des Museums.

Ich bin wirklich sehr froh darüber, dass ich mein Praktikum hier machen durfte, um neue Erfahrungen zu sammeln und meinen Horizont zu erweitern.

Corinna Staffler

Praktikantin im Museum

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Unser zweiwöchiges Praktikum im Touriseum

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Am 3. Juni war es so weit: unser Praktikum im Touriseum hat endlich angefangen. Aufgeregt stiegen wir gefühlte 1000 Treppen hinauf zum Schloss Trauttmansdorff und konnten es nicht mehr erwarten alle kennenzulernen. Im Büro angekommen, begrüßten uns viele lächelnde und freundliche Gesichter. Wir fühlten uns sofort wohl. Schon gleich am ersten Tag durften wir Ruth Engl bei einer Führung begleiten und ihr großes didaktisches Talent erkennen.  Anschließend konnten wir unsere Mittagspause in den wunderschönen Gärten genießen – wer hat schon so eine super Möglichkeit? Am Nachmittag konnten wir Margit, der Rezeptionistin an der Rezeption assistieren. Wir bekamen einen kleinen Einblick in die Technik des Touriseums, hießen viele Touristen willkommen und lernten natürlich auch Margit besser kennen. Unsere darauffolgenden Tage waren sehr abwechslungsreich und interessant. Wir durften an einer Führung durch die Gärten des Schloss Trauttmansdorff teilnehmen, bekamen einen sehr guten Überblick vom Touriseum, arbeiteten im Archiv (wo wir Einblicke in den Tourismu Tirols vor dem 1. Weltkrieg bekamen) und fühlten uns von Tag zu Tag integrierter. Zusammenfassend hat uns die Arbeit im Touriseum sehr gut gefallen und wir sind glücklich, dass wir diese Praktikumsstelle ausgewählt haben.

von Carolin Untersteiner und Franziska Stanzel

Interessanter Neuzugang

 

Heute stellen wir euch eine entzückende und interessante Schenkung von Herrn Hans Kolarczyk vor: eine Sammlung der Zeitschriften “Il Touring” der Jahrgänge 1954 bis 1966. Es handelt sich dabei um Publikationen des Touring Club Italia für seine Mitglieder.

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Blättert man die alten Seiten durch, entdeckt man verschiedene und kuriose Mitteilungen, die nicht nur den touristischen Bereich betreffen, sondern auch über Wirtschaft und Umwelt berichten, kulturelle Themen behandeln, oder aber auch spannende Themen technischer Natur beleuchten, wie z.B. den Verkehr und die Straße, das Campen und die notwendige Ausrüstung oder die Fotografie. Auch die Unterhaltung wurde nicht vergessen. Man findet Mitteilungen über Wettbewerbe, an denen sich die Mitglieder beteiligen konnten, z.B. über einen Fotografie-Wettbewerb oder ein Wissens-Quiz zur Sicherheit auf der Straße.

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von Sandra Soffiatti und Karin Maringgele

„Was um alles in der Welt machst du im Touriseum?“

Diese Frage bekam ich in den letzten Tagen vor Beginn meines Praktikums des Öfteren zu hören. Meine Freunde, Kollegen, Bekannten, Eltern, eigentlich alle wollten wissen was ich denn de facto im Landesmuseum für Tourismus in Meran tun würde. Meine saloppe aber ehrliche Antwort: „Keine Ahnung“. Und so kam es, dass ich am 9. Juli die Pforten des Tor Nr. 4 um 8.30 Uhr in der Früh passierte um mich ins Ungewisse zu stürzen. Naja, so ganz ungewiss war es ja doch nicht, ich hatte mich ja zuvor schon im Touriseum vorgestellt und kannte einige Angestellte. Dennoch hatte ich arbeitstechnisch keinen blassen Dunst was mich erwarten würde. So stand ich da im Aufzug auf dem Weg in den dritten Stock des Schlosses, dahin wo Touristen keinen Zugang haben und nur die Landesangestellten hindürfen. Empfangen wurde ich dann prompt von den lachenden Gesichtern meiner zukünftigen Arbeitskollegen und gutem (!) Kaffee. Der Direktor Paul Rösch meinte scherzend etwas später während meines Praktikums zu mir „wir haben zwar kein Geld, aber dafür einen guten Kaffee“. Da kann ich ihm nicht widersprechen (und wer weiß ob Zweiteres in manchen Lebenssituationen nicht wichtiger ist als Ersteres?!). Das Einleben in die neuen Arbeitsrhythmen fiel mir nicht schwer, auch deshalb nicht, weil ich jeden Morgen von meinem Fenster im Büro aus direkt den ganzen botanischen Garten überblicken konnte. Während so mancher Angestellter anderswo in seinem Glaskäfig vor sich hin schwitzt, hatte ich in der Früh immer ein kühles und luftiges Büro (das eigentlich mehr einer Bibliothek ähnelt) und den ganzen Tag lang ein erfrischendes Dasein. Die Rahmenbedingungen für meine drei Monate als Praktikant waren also schon mal top. Zurück zur anfänglichen Fragestellung: Was ich denn nun mache? Um es mit den Worten meines Tutors zu formulieren: Alles ein bisschen. Das ist keineswegs gelogen! Um es im „Shopping-List“-Stil aufzuzählen: Ich nehme an Sitzungen teil, kann mich auf kreative Art und Weise einbringen, habe Recherchen und Katalogisierungen zu tätigen, Archivarbeit, Übersetzungen, Öffentlichkeitsarbeit, Nachforschungen, Betreuung der Online-Plattformen, betreibe Beratung und Verbesserungsvorschläge…und ich bin erst seit eineinhalb Monaten hier. Wer weiß was alles noch kommen wird! Bis dato gefällt mir mein Praktikum sehr gut und ich schätze es sehr, dass ich eigenständig arbeiten und mich einbringen kann. Auch herrscht im Büro eine enorme Flexibilität, welche ich sehr genieße und mir für meine zukünftigen Arbeitsstellen wünsche. Was ich aber am meisten an diesem Praktikum in Ehren halte ist der Fakt, dass ich jede Menge über meine Heimatstadt Meran dazulerne und (wieder-)entdecke. Alte Gebäude, Gesellschaften, längst vergessene Veranstaltungen & Events, vergangene Persönlichkeiten und ein Überfluss an Geschichts- und Tourismuskultur werden mir auf interessante und erfrischende Art und Weise beigebracht.
Was will man als wissensdurstiger Praktikant mehr?
Simon Staffler, Meran

Wer kennt URRI?

Von Karin Maringgele

Bei Temperaturen um die 30 Grad und mehr muss man sich im heißen Lenhart-Saal originelle Strategien ausdenken, um sich abzukühlen. Meine Tochter spricht immer von der „inneren Kühlung“, die Not tun würde, um ihren Wunsch nach einem Riesen-Eis zum Ausdruck zu bringen.

Ich hingegen beschäftige mich mit dem Schutzpatron der Skifahrer und Wintersportler und die Gedanken an viel Schnee, Skifahren und skandinavische Götter des Winters verschaffen ein wenig Abkühlung.

Wie kam’s dazu?

Im Zuge der Katalogisierung verschiedener Plaketten, Anstecknadeln und Schlüsselanhänger bin ich auf zwei Anhänger an einem Lederband gestoßen. Ein Anhänger zeigt die „Madonna delle Nevi“ auf einer Seite und den Karerpass auf der anderen.

Der andere Anhänger ist sechseckig, stellt eine Figur mit einer Lanze in der Hand und Skiern oder Schneeschuhen an den Füßen dar und trägt die Inschrift „URRI“. Auf der Rückseite findet sich die Inschrift „Mein Schutzpatron bei Ski- und Bergfahrten“.

Urri

URRI, Schutzpatron der Skifahrer? Schon mal davon gehört?

Nach einigen Recherchen im WWW bin ich auf „Ullr“ oder „Ull“  oder „Uller“ gestoßen, der in der nordischen Mythologie der Gott des Winters, des Skilaufens, der Jagd, des Bogenschießens u.v.m. ist und meist auf Skiern und mit einem Bogen in der Hand dargestellt wird. So zum Beispiel:

Ullr Kopie

Aber wie wird aus „Ullr“ URRI? Handelt es sich um eine (Süd-)Tiroler Abwandlung dieses „Ullr“?

Gibt es heute noch Skiläufer/-innen, die Ullr – oder Urri-Talismane mit sich führen?

Ich bin für Hinweise dankbar!

Karin

Mein Praktikum im Touriseum

Daniel

In nur zwei Wochen Praktikum habe ich im Touriseum sehr viel Neues gelernt und ich habe einen schönen Einblick bekommen wie alles abläuft in einem Museum. Denn ich konnte in alle möglichen Museumsbereichen hineinschnuppern z.B. ins Depot, in didaktische Aktionen usw. Bevor neue Schulklassen kamen, half ich bei den Vorbereitungen der Materialen, die man jeweils gebraucht hatte.

Das Team war sehr nett und immer sehr hilfsbereit. Wenn ich einmal Probleme hatte, halfen sie mir gerne weiter. Ich würde es sehr vielen Leuten empfehlen, die ein Praktikum in einem Museum machen wollen oder Leuten, die beruflich etwas mit Touristen machen möchten.

Ich finde es aber sehr schade, dass ich nun schon wieder gehen muss, aber ich finde die zwei Wochen waren eine sehr tolle Zeit.

Daniel aus der Fachoberschule für Tourismus in Bozen

Alles neu macht der Mai!

Seit heute ist die neue Homepage der Kulturgüter in Südtirol online! Nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich birgt das neue KIS-Portal einige Neuheiten. Neben der nun erleichterten und optisch attraktiver gestalteten Online-Objektrecherche in den Beständen der Südtiroler Museen, gibt es ab sofort auch virtuelle Ausstellungen zu entdecken. Den Anfang macht unter anderem eine Menükartenschau aus der Sammlung des Touriseums. Viel Spaß beim Stöbern!

Eine kleine aber feine Reise in die Vergangenheit anhand von Stempeln…

von Karin Maringgele

Beim Eintragen mehrerer Neuzugänge in unsere Objekt-Datenbank, stoße ich auf ein Werbeprospekt des Hotel Post in St. Anton am Arlberg.

Auf der Vorderseite befindet sich ein nur zum Teil lesbarer Stempel/Aufdruck, der meine Neugierde weckt:

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„Ufficio viaggi (…) & (…) Biedermann (…)ano R(…)se(…)o“

Ein Bankhaus mit Wechselstube „D. & J. Biedermann“ gab es in Meran von 1832 bis 1932. Aber ein gleichnamiges Reisebüro?

Die Suche in unserer Datenbank spuckt ein interessantes Objekt aus: Inventarnummer 4081969: eine Reise-Coupon-Mappe des „Welt Reise Bureau Thos. Cook & Son“. Zwischen der goldfarbenen Schrift auf der Vorderseite klebt ein kleineres, rotes Logo: „D. & J. Biedermann – Bankgeschäft – Meran“.

War das Bankhaus also nicht nur im Wechselgeschäft sondern auch im Reisegeschäft tätig?

Die Coupon-Mappe muss her!

Im Inneren der Mappe finden sich zwar keine Coupons mehr, aber ein Antragsformular zum Abschluss einer Reise-Unfall-Versicherung und auf der letzten Seite wieder ein Stempel:

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„D. & J. Biedermann Bank – & Wechsel – Geschäft Meran – Agentur von Thos. Cook & Son Weltreisebureau“

Und eine Liste aller Filialen und Correspondenten der Thomas Cook & Son.

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Das Bankhaus war als Unteragentur tätig, die nur zur Verausgabung von Fahrkarten und Reisecoupons berechtigt war.

Und damit schließt sich auch der Kreis zum Hotel-Prospekt von St. Anton und die Frage der Datierung. Da das Bankhaus 1932 schloss, war vermutlich auch die Funktion als Reiseagentur ab diesem Datum beendet.

Das Prospekt des Hotel Post, 1928 von Clemens Holzmeister umgebaut, muss vor 1932 mit dem Stempel des Reisebüros Biedermann versehen worden sein.

Vielen Dank an den Schenker, Gerd Reinstadler, der diese kleine Reise in die Vergangenheit ermöglicht hat.

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