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Eine gelungene Überraschung

Ein Strauß Rosen weckt bei Ilse Prugger aus Olang Erinnerungen an ein heikles Erlebnis mit einem Gast.

Als Frau Prugger in einem Hotel am Gardasee als Rezeptionspraktikantin arbeitete, geschah Folgendes: Ein Paar, er schon graumeliert, sie noch ziemlich jung, hatte schon einige Urlaubstage genossen, als eine Dame auftauchte, die freudestrahlend an der Rezeption verkündete, sie  wolle mit ihrem unangemeldeten Kommen ihrem Mann eine freudige Überraschung bereiten. Ein warnendes Fußzeichen des Hoteliers ließ die damals noch sehr junge Ilse verstummen. Der Chef bat die Dame auf der Terrasse Platz zu nehmen, der Herr Gemahl sei unterwegs und werde sicher bald kommen, das Zimmer werde gerade geputzt.

In Windeseile wurde der Gast gewarnt, die Begleiterin „verräumt“, das Zimmer aufgeräumt und der Herr Gemahl konnte gerührt seine Angetraute in die Arme schließen. Er bestellte einen Strauß Rosen, den er seiner Gattin am Abend zum Dank für die gelungene Überraschung überreichte.

Rosen

Eine Orange als Trinkgeld

Eine neue Geschichte aus unserer Aktion “Die Gäste und wir” von Anna Wiedemann aus Bozen:

1949 arbeitete Frau Anna Wiedemann als Zimmermädchen in Hinterstoder in jenem Hotel, in dem die österreichische Nationalmannschaft logierte. Auch der 1935 geborene Alpinskifahrer Toni Sailer, der ab seinem 16. Lebensjahr von Sieg zu Sieg fuhr, 1956  gleich drei goldene Olympiamedaillen errang und seine Sportkarriere schon mit 22 Jahren beendete, war Mitglied der Jugendmannschaft. Am Ende des Trainings schenkte der „Schwarze Blitz aus Kitz“  Anna eine Orange als Trinkgeld.

Orange

Aktion “Die Gäste und wir” – Der Bierkrug

Seit Februar besucht das Touriseum Seniorenclubs in Südtirol. Bei den Treffen erzählen Seniorinnen und Senioren anhand von mitgebrachten Objekten von ihren Begegnungen mit den Touristen im eigenen Land.

Die Erinnerungen von Anna Anrather aus Bozen haften an einem Bierkrug.

Bierkrug

Als junges Mädchen arbeitete Frau Anna Anrather beim Rösslwirt in Bozen. Beim Anblick des feschen Sohnes einer Gastfamilie aus München klopfte ihr Herz damals laut und stürmisch…

Zum Abschied schenkten ihr die Bayern einen Bierkrug mit der Aufschrift: „München-Weltstadt mit Herz“ und ahnten nicht, dass es Annas Herz war, das die Weltstadt für ein gutes Weilchen gefangen hielt. Der junge Mann ist übrigens wieder beim Rössl-Wirt eingekehrt – mit seiner Braut. Aber den Bierkrug hat Anna noch immer, als Erinnerung an eine Jugendschwärmerei.